Politik

Türkei: Gedenkveranstaltung für Anschlag-Opfer

Lesezeit: 1 min
11.10.2015 11:25
Nach dem Terroranschlag mit mindestens 95 Toten in der Türkei haben in der Hauptstadt Ankara zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Nach Schätzungen versammelten sich rund tausend Menschen auf dem Sihhiye-Platz.
Türkei: Gedenkveranstaltung für Anschlag-Opfer

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Nach dem Terroranschlag mit mindestens 95 Toten in der Türkei haben in der Hauptstadt Ankara zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Nach Schätzungen versammelten sich am Sonntag rund tausend Menschen auf dem Sihhiye-Platz, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Vor dem in der Nähe gelegenen Hauptbahnhof waren am Samstagmorgen bei einer regierungskritischen Friedensdemonstration zwei Sprengsätze detoniert. Es wird erwartet, dass die Opferzahl noch steigt. 246 Menschen wurden verletzt, darunter viele schwer.

Nach Angaben der pro-kurdischen HDP trieb die Einsatzpolizei am Sonntag eine Delegation aus Abgeordneten und Gewerkschaftlern auseinander, als diese Nelken vor dem Anschlagsort ablegen wollten.

Mehrere regierungskritische Gewerkschaften kündigten einen zweitägigen Streik an. In einer Presseerklärung von Sonntag hieß es: «Um unserer verstorbenen Freunde zu gedenken und um gegen das faschistische Massaker zu protestieren, sind wir ab morgen im Streik.» Alle politischen Parteien, Arbeiter und Berufsverbände sollten sich dem Streik anschließen.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Der Anschlag war der schwerste in der Geschichte der Türkei. Für den 1. November sind in der Türkei Neuwahlen angesetzt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der Präsident der UN-Vollversammlung, Mogens Lykketoft, haben der Türkei nach dem Doppelanschlag in Ankara ihr Mitgefühl ausgesprochen. Ban drückte in der Nacht zum Sonntag über einen UN-Sprecher zugleich die Hoffnung aus, dass die Täter schnell ergriffen und zur Rechenschaft gezogen würden.

Lykketoft nannte die Bombenanschläge eine «feige und sinnlose Tat». Sie werde aber «Menschen und Länder nicht davon abhalten, sich für eine friedlichere, harmonische und nachhaltige Welt einzusetzen», sagte er.

Unterdessen laufen die Ermittlungen nach den Hintermännern der Tat. Die Behörden gingen davon aus, dass die beiden Sprengsätze, durch die fast einhundert Menschen umkamen, von Selbstmordattentätern gezündet wurden. Bei einem der Täter habe es sich um einen 25- bis 30-jährigen Mann gehandelt, berichtete die regierungsnahe Zeitung "Yeni Safak". Dies habe eine Untersuchung von Leichen am Anschlagsort ergeben.

Die Regierung erklärte, verdächtig seien die Kurdische Arbeiterpartei PKK, die Extremisten-Miliz IS und die linke Partei DHKP-C. Die pro-kurdische Partei HDP beschuldigte dagegen die islamisch-konservative Regierungspartei AKP, ihre Finger im Spiel zu haben, um ihre Position vor der Parlamentswahl am 1. November zu stärken. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu wies das zurück.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Berufsunfähigkeitsversicherung – ebenso wichtig wie komplex
14.04.2024

Berufsunfähigkeit - das kann sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige auf eine finanzielle Katastrophe hinauslaufen. Wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien vs. ETFs - welche Anlageprodukte eignen sich für welchen Anlegertyp?
13.04.2024

Die Auswahl des richtigen Anlageprodukts ist entscheidend für den Aufbau eines erfolgreichen Portfolios. Während Aktien direkten Zugang...

DWN
Politik
Politik Steinmeier fordert besseren Schutz von Kommunalpolitikern
13.04.2024

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen besseren Schutz von Amts- und Mandatsträgern in den Kommunen gegen Anfeindungen und...

DWN
Finanzen
Finanzen Riskant: Wirtschaftsexperten fordern eine Lockerung der Schuldenbremse
13.04.2024

In ihrer Gemeinschaftsdiagnose sehen Top-Ökonomen die deutsche Wirtschaft an einem Tiefpunkt. Sie plädieren für einen radikalen Schritt:...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Inflation weicht zurück, Kreditnehmer hoffen auf Zinssenkung - bislang vergebens
13.04.2024

Die Inflation im Euroraum ist nach dem Preisschock infolge des Ukraine-Krieges wieder auf dem Rückzug. Das eröffnet der EZB Spielräume -...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Markus Merk im Interview: Eine Entscheidung ist nur so gut, wie das Umfeld sie wahrnimmt
13.04.2024

Jede Entscheidung hat einen Ort, eine Zeit und eine Bestimmung, sagt Markus Merk. Nicht nur auf dem Fußballfeld. Ein Gespräch über...

DWN
Finanzen
Finanzen Gold anonym kaufen: So kaufen Sie ohne Ausweis bis zu 10.000 Euro Gold
13.04.2024

Der gestiegene Goldpreis erschwert den anonymen Goldkauf. Anleger müssen inzwischen bei vielen beliebten Münzen und Barren den Ausweis...

DWN
Finanzen
Finanzen Studie: Falsches Timing beim Einkauf kostet Verbraucher viel Geld
13.04.2024

Der falsche Zeitpunkt beim Kauf von Konsumgütern verursacht erhebliche Mehrkosten für Verbraucher. Das lässt sich nicht immer vermeiden,...