Politik

Innenminister de Maizière: „Es kommen zu viele Flüchtlinge zu uns“

Lesezeit: 1 min
15.10.2015 15:04
Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist der Ansicht, dass zu viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dennoch spricht sich gegen die Festlegung einer Obergrenze aus.
Innenminister de Maizière: „Es kommen zu viele Flüchtlinge zu uns“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere will sich nicht auf eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen festlegen. Eine Antwort auf diese Frage könne es nicht geben, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundestag bei einer Debatte zur Verschärfung des Asylrechts. Klar sei aber: „Die Zahl derer, die in diesem Jahr zu uns kommen, ist einfach zu hoch.“ Er kenne niemanden, der das ernsthaft bestreite, sagte de Maiziere. Zu Verringerung des Zustroms seien Maßnahmen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene notwendig. Keine Maßnahme sei jedoch allein geeignet, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen.

De Maiziere lehnte eine neue Prognose der zu erwartenden Migranten ab. „Jede neue Zahl würde umgedeutet, um nach innen die Sorgen zu vergrößern und um nach außen mehr Menschen in Kriegsgebieten vorzutäuschen, sie würden geradezu eingeladen nach Deutschland.“ Der Innenminister sagte, Flüchtlinge müssten in Deutschland Gesetze und Gewohnheiten akzeptieren und einhalten. Zugleich verurteilte er Übergriffe auf Asylbewerber und ihre Unterkünfte. „Menschen, die Flüchtlinge hassen, hassen in Wahrheit auch unser Land“, sagte de Maiziere. Menschen, die wie unlängst bei einer Pegida-Demonstration einen Galgen zeigten, verließen „jeden Boden für Dialog in unserem Land“.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Mit dem Bürgergeld verabschiedet sich Deutschland als Wirtschaftsmacht

Deutschland führt ein „Bürgergeld“ ein. Ähnlich paradiesische Zustände gab es zuletzt in den neunziger Jahren und machten das Land...

DWN
Politik
Politik Staatsbürgerschaft: Scholz will Einbürgerung von Ausländern erleichtern

Bundeskanzler Scholz will Ausländern den Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft erleichtern. Einen entsprechender Gesetzesentwurf ist in...

DWN
Technologie
Technologie US-Chip-Sanktionen gegen China: Die Verbündeten zögern

Obwohl Washington auf internationale Unterstützung der Sanktionen gegen Chinas Halbleiter-Industrie drängt, halten sich Verbündete der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China: Massenproteste gegen restriktive Corona-Maßnahmen

In China gibt es Massenproteste gegen die Null-Covid-Politik der Regierung. Einige Bürger dürfen ihre Wohnung bis zu 100 Tage nicht...

DWN
Politik
Politik Ex-Finanzminister von Luxemburg wird Chef des Rettungsfonds ESM

Der europäische Rettungsschirm ESM bekommt einen neuen Chef. Der ehemalige Finanzminister von Luxemburg übernimmt fortan den Posten....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nationale Sicherheit in Gefahr: USA verbannen Huawei-Geräte vom Markt

Der Handelskrieg zwischen China und den USA geht in die nächste Runde. Die US-Regierung verbietet den Import und Verkauf von Geräten der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Gas-Deal mit Putin: Fällt Aserbaidschan als EU-Alternative weg?

Aserbaidschan wurde von der EU als mögliche Gas-Alternative verkauft. Russische Gaslieferungen an Aserbaidschan werfen für Europa nun...

DWN
Deutschland
Deutschland „Letzte Generation“: Heftige Kritik nach Störung des Flugbetriebs am BER

Die „Letzte Generation“ hat den Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER zeitweise lahmgelegt. Die Kritik an der jüngsten Aktion ist...