Politik

Irak: Deutschland will kurdischen Kämpfern weitere Waffen liefern

Lesezeit: 1 min
27.10.2015 15:50
Ursula von der Leyen will der irakischen Kurdenmiliz Peschmerga weitere Waffen liefern. Zudem könnte Deutschland auch bei Ausbildung zum Minenräumen helfen, so die Ministerin.
Irak: Deutschland will kurdischen Kämpfern weitere Waffen liefern

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen will weitere Waffenlieferungen an die irakische Kurdenmiliz in ihrem Kampf gegen den IS prüfen. „Es gibt einen steten Bedarf, das ist ganz klar, denn die Kurden befinden sich im Krieg gegen den IS“, sagte von der Leyen am Dienstag beim Besuch eines Ausbildungslagers der Peschmerga im nordirakischen Erbil. Sie werde daher Bitten um weiteres Material mit ihren Kabinettskollegen besprechen. Außerdem sei eine Ausbildung von Kurden im Minenräumen von Minen denkbar.

Sie sei auch nach Erbil gekommen, um zu hören, was genau an Ausrüstung vor Ort gebraucht werde, sagte die Ministerin nach einem Treffen mit Kurden-Präsident Massud Barsani. „Ich bin zuversichtlich, dass wir diese gute Zusammenarbeit fortsetzen werden (...), auch was die humanitäre Hilfe angeht, die hier dringend vonnöten ist.“ Im Dezember werde Deutschland wieder die Führung des Ausbildungseinsatzes übernehmen, an dem auch Soldaten aus Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Finnland, Schweden und Ungarn beteiligt sind.

Rund 4700 Peschmerga und jesidische Kämpfer haben das Training seit Anfang des Jahres durchlaufen. Außerdem hat Deutschland seit 2014 etwa 1800 Tonnen Waffen und Material an die Kurden geliefert. Darunter sind auch Panzerabwehr-Raketen des Typs Milan, die die Peschmerga vor allem gegen mit Sprengstoff beladene Lastwagen des IS einsetzen. Derzeit sind 95 deutsche Soldaten in Erbil im Einsatz. Aus der jüngsten Lieferung stehen nach von der Leyens Worten noch 2000 ABC-Schutzmasken, 3000 Schutzanzüge und Funkgeräte aus, die die Peschmerga in Kürze erhalten sollen. Besonders der ABC-Schutz ist den Kämpfern nach Giftgas-Angriffen im Nordirak wichtig.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Politik
Politik Kanzleramt kritisiert Russlands Umgang mit kritischen und unabhängigen Journalisten

Das Kanzleramt und die „Tagesschau“ kritisieren Russland für seinen Umgang mit kritischen Journalisten und Oppositionellen....

DWN
Politik
Politik Minutiös recherchiert: Investigativ-Journalistin enthüllt amerikanische Waffenlieferungen an Terroristen in Syrien

Die DWN haben eine Investigativ-Journalistin getroffen, die Dokumente präsentiert, die belegen, wie die USA Terroristen in Syrien mit...

DWN
Politik
Politik Gegen Machotum und Feminismus: Wir brauchen eine "Landkarte des Zarten" für die Erotik des 21. Jahrhunderts

DWN-Kolumnist Ronald Barazon befasst sich heute mit einem zeitlosen und gleichzeitig höchst aktuellen gesellschaftspolitischen Thema.

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Portfolio

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Weltwirtschaft
DWN
Politik
Politik OVG bestätigt Demoverbot: „Leben und Gesundheit von Menschen sind unmittelbar gefährdet“

Der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg hat in einem Eilverfahren das Verbot der für den heutigen Abend angemeldeten...

DWN
Politik
Politik Top-Ökonom: Europas Klimapolitik ist ideologisch motiviert und von Denkfehlern durchsetzt

Top-Ökonom Hans-Werner Sinn zeigt auf, warum die europäische Klimapolitik fehlgeleitet ist.

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff-Hype: Ein paar wenige Unternehmen profitieren - der Steuerzahler zahlt die Zeche

Vom Wasserstoff-Hype werden nur wenige profitieren. Lesen Sie heute den zweiten Teil der großen dreiteiligen Wasserstoff-Analyse von...