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Gewerkschaft weitet Lufthansa-Streik auf München aus

Lesezeit: 1 min
08.11.2015 13:24
Am Montag wird die Gewerkschaft die Lufthansa in Frankfurt, Düsseldorf und München ganztägig bestreiken. Die Streiks sollen bis inklusive Freitag dauern.
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Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo weitet ihren Streik bei der Lufthansa zu Wochenbeginn aus. Wie die Gewerkschaft am Sonntag in Frankfurt mitteilte, ruft sie ihre Mitglieder an den Standorten Frankfurt, Düsseldorf und München für Montag zu ganztägigen Streiks auf. Diese betreffen Flüge auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke. Passagiere müssen deshalb erneut mit Hunderten Flugausfällen und massiven Verspätungen rechnen. Am Samstag waren bereits mehr als 500 Flüge ausgefallen.

Ufo-Chef Nicoley Baublies machte die Lufthansa dafür verantwortlich, dass der Streik nun an Intensität zunimmt. Seit Donnerstagnachmittag habe die Airline den Kontakt mit der Gewerkschaft angebrochen. Dieser Darstellung widersprach eine Lufthansa-Sprecherin. Sie kündigte zugleich an, im Laufe des Tages werde einen Sonderflugplan für Montag erarbeitet.

Der Streik, der die ganze Woche dauern soll, hatte am Freitag begonnen - zunächst nur in Frankfurt und Düsseldorf. Am Freitag und Samstag fielen laut Ufo 95 Prozent der bestreikten Flüge aus. Für Sonntag hatte Ufo nicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. "Unsere Gäste müssen bis inklusive Freitag davon ausgehen, dass ihr Flug mit Lufthansa ausfällt. Am Montag werden wir bekanntgeben, ob es Teilbereiche gibt, die ab Dienstag vom Streik ausgenommen sind", erläuterte Baublies.

Der Zwist der Flugbegleiter mit ihrem Arbeitgeber um die Altersversorgung dauert inzwischen gut zwei Jahre. Es ist der erste Ausstand der Stewards und Stewardessen, von denen insgesamt 19.000 für die Lufthansa arbeiten, in der aktuellen Tarifrunde. Die Piloten der Kranich-Linie haben bereits 13 mal gestreikt, der letzte Ausstand endete im Sommer überraschend durch ein Verbot des Landesarbeitsgerichts Hessen. Der Konflikt ist aber weiterhin ungelöst.

Baublies betonte, Ufo halte den von Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Angriff genommenen Konzernumbau an vielen Stellen für richtig." Wir sind jedoch überzeugt davon, dass es ein Dienstleistungsunternehmen nicht aushält, solch einen Umbau ohne Perspektive für alle Mitarbeiter durchzuziehen und zugleich alle Tarifpartner zu bekämpfen." Dadurch befinde sich nicht nur die Marke Lufthansa, sondern der gesamte Konzern in einer "unnötigen Zerreißprobe".

Ufo-Vizechefin Sylvia De La Cruz äußerte Verständnis für die betroffenen Passagiere: "Wir wissen, dass dieser Konflikt vor allem unsere Gäste trifft, die verständlicherweise verärgert sind." Ufo habe sich Veränderungen nicht verschlossen und dreistellige Millioneneinsparungen angeboten. "Jetzt bleibt uns nur noch dieser Weg und wir stehen dafür ein", unterstrich die Gewerkschafterin.

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