Politik

Ukraine sperrt Luftraum für russische Flüge

Lesezeit: 1 min
25.11.2015 12:24
Der von der EU geförderte ukrainische Premier Arseni Jazenjuk eskaliert die Spannungen mit Russland weiter. Am Mittwoch entzog er russischen Airlines die Überflugrechte. Die entgangenen Einnahmen müssen von den europäischen Steuerzahlern aufgebracht werden.
Ukraine sperrt Luftraum für russische Flüge

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Ukraine hat ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. „Die ukrainische Regierung untersagt alle Transitflüge russischer Fluglinien durch den ukrainischen Luftraum“, erklärte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung in Kiew. Damit verschärft Jazenjuk den Konflikt zwischen beiden Staaten weiter.

Die Maßnahme ist nicht ganz neu: Bereits im September hatte die Ukraine russischen Fluggesellschaften die Landeerlaubnis für Kiew entzogen.

Die Ausfälle, die dem ukrainischen Haushalt durch diese Maßnahme erwachsen, müssen von den europäischen Steuerzahlern getragen werden.

Kurz vor der Entscheidung hatte der russische Energiekonzern Gazprom seine Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt. Gazprom-Chef Alexei Müller begründete dies damit, dass Kiew für weiteres Gas nicht bezahlt habe. Eine Einigung beider Länder im Oktober sieht vor, dass Russland nur gegen Vorkasse Gas liefert.

Tatsächlich hat die von der EU unterstützte und von den europäischen Steuerzahlern finanzierte Regierung in Kiew die Lage eskaliert. Rechtsradikale Kämpfer, die von Kiew gedeckt werden, hatten Stromleitungen in die Krim durch Anschläge zerstört. Darauf kam es am Sonntag zu einem Blackout auf der Krim. Die ukrainische Regierung stoppte am Montag die Warenlieferungen auf die Krim, auf der zudem nach Sabotageakten am Sonntag auf Leitungen vom Festland viele Bewohner weiter ohne Strom waren.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Hiobsbotschaft für Börsen: US-Währungshüter Bullard plädiert für Zinswende 2022

US-Währungshüter James Bullard plädiert für eine Zinswende bereits im kommenden Jahr.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Reederei Maersk: Aktuelle Hafen-Krise größere Störung des Welthandels als Suez-Unfall

Die Überlastung wichtiger Häfen an Chinas Südküste und an Amerikas Westküste spitzt sich zu. Die weltweiten Lieferketten stehen unter...

DWN
Politik
Politik Spahn will prüfen, ob Daten zur Belegung von Intensivbetten monatelang gefälscht wurden

Indizien sprechen dafür, dass Kliniken die Zahl der belegten Intensivbetten viel zu hoch angegeben hatten, um an Bundesgelder zu kommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Chancen für Anleger: Der Weltraum wird privat

Privatunternehmen drängen in den Kosmos. Prominente Vorreiter wie SpaceX und Blue Origin bringen Satelliten ins All, versorgen die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ölpreisschock benötigt: Ein Krieg im Nahen Osten würde die Energiewende vorantreiben

Ein regionaler Konflikt im Nahen Osten unter der Beteiligung des Irans würde einen Ölpreisschock auslösen. Die von Erdölimporten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Top-Rohstoffhändler: Der Ölpreis wird auf 100 Dollar steigen

Die großen Rohstoff-Handelshäuser sind sich einig: der Ölpreis dürfte in den kommenden Jahren auf rund 100 US-Dollar steigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Schnäppchenjäger treiben den Goldpreis nach Preisrutsch in die Höhe

Nach dem jüngsten Preisrutsch haben Anleger am Freitag wieder bei Gold zugegriffen.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Inflation: Erzeugerpreise mit größtem Sprung seit 2008

Ein viel beachteter Inflationsvorbote schlägt überraschend stark aus.