Politik

Erfolg für Putin: Frankreich plötzlich bereit, mit Assad zu kooperieren

Russlands Präsident Putin hat einen signifikanten Durchbruch erreicht: Frankreichs Francois Hollande ist plötzlich bereit, mit der regulären syrischen Armee gegen den IS zu kämpfen. Damit ist die US-Strategie, einen Umsturz in Syrien herbeizuführen, endgültig gescheitert.
27.11.2015 09:44
Lesezeit: 1 min

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat nach dem Treffen seines Präsidenten mit Russlands Präsident Wladimir Putin eine Einbeziehung der syrischen Regierungstruppen in den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) als Möglichkeit akzeptiert. Bei der Bekämpfung der Extremisten gebe es „zwei Maßnahmen: Bombardierungen und Truppen am Boden“, sagte Fabius am Freitag im Radiosender RTL. Die Bodentruppen könnten nicht von Frankreich gestellt werden, aber von Einheiten der oppositionellen Freien Syrischen Armee, von sunnitischen arabischen Truppen „und warum nicht auch von Regierungstruppen“, sagte Fabius. Diese Truppen werden vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad befehligt.

Die Breitschaft der Franzosen, mit Assad direkt und sogar militärisch zu kooperieren, ist ein großer strategischer und diplomatischer Erfolg für die Russen: Eine Zusammenarbeit mit Assad wurde von den westlichen Staaten bislang ausgeschlossen (Video am Anfang des Artikels).

Putin hat die Koalition im Nahen Osten sehr geduldig aufgebaut: Er hat den Iran, den Irak und China auf seine Seite gebracht. In Bagdad gibt es mittlerweile ein gemeinsames Zentrum der Geheimdienste. Putin hat sich außerdem beständig mit US-Präsident Barack Obama ausgetauscht und bereits bei der UN-Vollversammlung eine militärische Zusammenarbeit vereinbart.

Die Neocons und die Nato haben gegen diese Zusammenarbeit bis zuletzt opponiert. Nach dem Schwenk von Frankreich dürfte diese Widerstand vorerst gebrochen sein. Allerdings haben die Geheimdienste und die Hardliner erst am Montag mit dem Abschuss einer russischen Maschine versucht, die entstehenden Allianzen zu torpedieren. Russland hat auf die Provokation jedoch sehr besonnen reagiert. Die Interessen Russlands in der Region sind langfristig. 

Anzeige
DWN
Technologie
Technologie BradyPrinter i7500: Revolution im Hochpräzisionsdruck

Sie haben genug vom altmodischen Druck großer Etikettenmengen? Keine Kalibrierung, keine Formatierung, kein umständliches Hantieren mit...

X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Technologie
Technologie Arbeitsmarkt: Top-Berufe, die es vor 20 Jahren noch nicht gab
31.03.2025

Eine Studie von LinkedIn zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) neue Jobs und Fähigkeiten schafft, Karrieren und Arbeitswelt verändert:...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: Kurs knickt nach Orcel-Aussage deutlich ein
31.03.2025

Die Commerzbank-Aktie muss nach einer starken Rallye einen Rückschlag hinnehmen. Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte zuvor einen möglichen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU vor Herausforderungen: Handelskriege könnten die Wirtschaft belasten – der Ausweg heißt Binnenmarkt
31.03.2025

Die protektionistischen Maßnahmen der USA und mögliche Handelskonflikte belasten die EU-Wirtschaft. Experten wie Mario Draghi fordern...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Betonblock: Lego verklagt Hersteller von Anti-Terror-Betonklötzen
31.03.2025

Lego verklagt das niederländische Unternehmen Betonblock. Die Anti-Terror-Blöcke des Herstellers erinnerten zu sehr an die...

DWN
Technologie
Technologie Neue EU-Vorschriften: Plug-in-Hybriden drohen deutlich höhere CO2-Emissionen
31.03.2025

Mit der Einführung neuer, verschärfter Emissionsmessungen für Plug-in-Hybride (PHEVs) wird die Umweltbilanz dieser Fahrzeuge erheblich...

DWN
Politik
Politik Marine Le Pen wegen Veruntreuung zu Fußfesseln verurteilt - FN-Chef Bardella: "Hinrichtung der französischen Demokratie"
31.03.2025

Marine Le Pen wurde in Paris wegen der mutmaßlichen Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im Europaparlament schuldig gesprochen - das...

DWN
Technologie
Technologie Balkonkraftwerk mit Speicher: Für wen sich die Investition wirklich lohnt
31.03.2025

Balkonkraftwerk mit Speicher: eigenen Strom gewinnen, speichern und so Geld sparen. Doch so einfach ist es leider nicht, zumindest nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Der Handelskrieg gefährdet die US-Ausnahmestellung
31.03.2025

Da Investitionen nach neuen Möglichkeiten abseits der zuletzt florierenden US-Finanzmärkte suchen, wird an der Wall Street diskutiert, ob...