Finanzen

Standard & Poor’s stuft Spanien herab

Lesezeit: 1 min
27.04.2012 10:08
Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat Spanien um zwei Stufen herabgestuft und verschlechtert so die Fähigkeit des Landes, sich zu rekapitalisieren. Die Märkte reagierten sofort mit steigenden Zinssätzen auf zehnjährige Papiere und einem Verlust des spanischen Aktienindex.
Standard & Poor’s stuft Spanien herab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Zuerst steigen die Zinssätze und nun kommt ein Downgrade für Spanien. Damit wird es für das Land noch schwieriger als schon, sich am Finanzmarkt zu rekapitalisieren. Die Ratingagentur Standard & Poor’s stufte das Land um zwei Stufen von A auf BBB+ herab – mit negativem Ausblick.

Die Agentur begründete ihren Schritt mit dem Verweis, dass sich die Haushaltslage vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme weiter verschlechtern dürfte. Die neuen Arbeitsmarktreformen werden in absehbarer Zeit keine neuen Jobs schaffen. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung den Banken des Landes weitere Hilfen zukommen lassen müsse. Was zu einer höheren Verschuldung des Landes führen werde.

Eine Sprecherin des spanischen Wirtschaftsministeriums hingegen kritisierte die Entscheidung. Die Ratingagentur habe die angekündigten Reformen nicht ausreichend berücksichtigt: „Sie werden einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Spanien haben“.

Die Märkte reagierten prompt auf das Downgrade. Die durchschnittliche Rendite für zehnjährige Anleihen stieg kurzfristig wieder über sechs Prozent. Der spanische IBEX Index ist 1,5 Prozentpunkte gesunken, aber auch der deutsche Dax und der französische Cac verloren 1 Prozent.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Monetärer „Reset“: Wie der Goldstandard das Fiat-Geldsystem ersetzen wird

Das aktuelle Fiat-Geldsystem ist durchsät von finanziellen Verzerrungen und Schulden. Dieses System ist eigentlich am Ende. Der Übergang...

DWN
Technologie
Technologie Edward Snowden: Die Lockdowns machen Geheimdienste und Konzerne noch mächtiger

Die weltweiten Lockdowns sind die Fortsetzung einer Entwicklung, die der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden seit langem kritisiert:...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wirtschaft kritisiert Lockdown-Verlängerung: Einzelhandel und Gastgewerbe werden im Regen stehen gelassen

Wirtschaftsverbände kritisieren die neuesten Beschlüsse der Bundesregierung als Nackenschlag für deutsche Firmen - insbesondere für...

DWN
Deutschland
Deutschland Ergebnisse des Corona-Gipfels sind eine „Katastrophe“ für den Einzelhandel

Die Ergebnisse des Corona-Gipfels sind nach Einschätzung des Handelsverbands HDE eine „Katastrophe“ für den Einzelhandel.

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn sich die Börse überhitzt, bringt Gold Sicherheit ins Portfolio

Die Daten zeigen es: Wenn es an der Börse stark bergab geht, dann haben in der Vergangenheit jene Investoren gut abgeschnitten, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Es rollt eine Lawine von faulen Krediten auf die EU-Banken zu

Die EU bestätigt, dass nach der Pandemie eine große Welle von Insolvenzen zu zahlreichen faulen Krediten führen wird.

DWN
Politik
Politik Türkei: Erneuter Absturz mit Eurocopter, zehn Soldaten und ein Top-General tot

Bei einem Absturz mit einem Hubschrauber der französischen Klasse Eurocopter AS532 Cougar sind in der Türkei elf Militärs ums Leben...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Herzogin Meghan nennt britisches Königshaus „die Firma“

Herzogin Meghan hat das britische Königshaus im Streit als „Firma“ bezeichnet. Diese Einschätzung ist zutreffend, die Krone ist...