Unternehmen

Verkauf der General-Electric-Sparte an Electrolux gescheitert

Lesezeit: 1 min
07.12.2015 11:11
Die schwedische AEG-Mutter Electrolux hat die milliardenschwere Übernahme der Hausgerätesparte des US-Mischkonzerns General Electric (GE) abgesagt. Beide Unternehmen gaben am Montag das Ende der Verhandlungen bekannt. Zuvor hatte das US-Justizministerium wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet.
Verkauf der General-Electric-Sparte an Electrolux gescheitert

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der geplante milliardenschwere Verkauf der Haushaltsgerätesparte von General Electric (GE) an den schwedischen Konkurrenten Electrolux ist gescheitert. Der US-Mischkonzern erklärte am Montag den Ausstieg aus dem vor mehr als einem Jahr vereinbarten Geschäft. Grund sind die massiven Bedenken der US-Wettbewerbshüter, die eine zu große Marktmacht der Schweden befürchtet hatten. Electrolux zeigte sich enttäuscht. Die Schweden äußerten die Ansicht, dass mit einigen Zugeständnissen das Geschäft doch noch erfolgreich hätte über die Bühne gehen können.

„Electrolux hat sich sehr um die Genehmigung der Behörden bemüht und bedauert, dass GE die Vereinbarung gekündigt hat, obwohl die Entscheidung des zuständigen Gerichts noch aussteht“, hieß es in der Mitteilung der Schweden. Europas größter Hersteller von Elektroherden, Kühlschränken und Waschmaschinen wollte Geschäftsteile verkaufen, um grünes Licht vom US-Justizministerium zu bekommen. Die Vorschläge seien aber abgelehnt worden.

Im September 2014 hatten sie die Übernahme mit GE vereinbart und als Kaufpreis 3,3 Milliarden Dollar (3,03 Mrd. Euro) ausgehandelt. Wegen des Rückziehers muss GE nun 175 Millionen Dollar Vertragsstrafe an Electrolux zahlen. Der Verkauf war eigentlich fester Bestandteil des harten Konzernumbaus bei den Amerikanern. Der Konzern betonte, dass das Geschäft mit Haushaltsgeräten erfolgreich laufe. Es soll nun in eigener Regie weitergeführt werden, während neue Verkaufsoptionen geprüft würden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Wird der Lockdown bis Ende März 2022 andauern? Und was wusste Schäuble?

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hatte im April 2020 den Lockdown scharf kritisiert. Er sagte, dass man nicht alles über zwei Jahre...

DWN
Politik
Politik WHO lehnt Impfpässe ab: „Corona-Pandemie ist in 10 Monaten vorbei“

Die WHO hat sich gegen die Einführung von Impfpässen ausgesprochen. Diese seien nicht zielführend, zudem sei die Pandemie bald vorbei....

DWN
Politik
Politik „Nie dagewesene Nachfrage“: Corona-Pandemie beflügelt Pharma-Riesen Merck

Eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten in der Corona-Pandemie gibt Merck Rückenwind.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin in Gefahr: Es drohen Hackerangriffe, Preisverfall und das endgültige Verbot

DWN-Finanzexperte Andreas Kubin analysiert die Zukunft des Bitcoin.

DWN
Finanzen
Finanzen Finanz-Skandal zieht Kreise: Stadt Osnabrück hat Millionen bei Pleite-Bank Greensill

Die niedersächsische Stadt Osnabrück hat nach eigenen Angaben 14 Millionen Euro bei der behördlich geschlossenen Greensill Bank. Wie...

DWN
Politik
Politik Wagenknecht: Daimler sparte 700 Millionen Euro durch Kurzarbeitergeld, schüttet 1,4 Milliarden Euro an Dividende aus

Die Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht kritisiert, dass während der Pandemie Großkonzerne vom Staat massiv unterstützt werden, während...

DWN
Politik
Politik Gutachten: Berliner Senat muss Pädophilen-Netzwerk offenlegen

Über Jahrzehnte haben die Berliner Jugendämter Kinder an Pädophile vermittelt. Aus einem Gutachten geht hervor, dass es in Berlin ein...

DWN
Politik
Politik DWN-EXKLUSIV - Marine-Manöver im Mittelmeer: Türkei bereitet sich auf möglichen Krieg vor

Die Türkei führt im Mittelmeer und in der Ägäis aktuell ein groß angelegtes Marinemanöver durch. Das Land bereitet sich auf einen...