Politik

Falscher Terror-Alarm: Französischer Lehrer erfindet IS-Messerattacke

Lesezeit: 1 min
15.12.2015 00:05
Ein französischer Lehrer hat eine Messerattacke erfunden, von der behauptet hatte, sie sei von einem IS-Terroristen durchgeführt worden. Die Hintergründe des Vorfalls sind unbekannt.
Falscher Terror-Alarm: Französischer Lehrer erfindet IS-Messerattacke

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Gut einen Monat nach den Anschlägen von Paris hat in Frankreich ein vermeintlicher Angriff der Extremistenmiliz Islamischer Staat auf einen Lehrer für Aufsehen gesorgt. Ein Justizsprecher erklärte am Montag zunächst, ein mutmaßlicher IS-Anhänger habe den Vorschullehrer in einem Vorort von Paris mit einer messerähnlichen Waffe angegriffen und am Hals verletzt. Am Abend teilte die Staatsanwaltschaft jedoch mit, der Pädagoge habe die Attacke erfunden. Er werde verhört, um seine Beweggründe ans Licht zu bringen.

Der Vorschullehrer hatte angegeben, ein Mann habe ihn am Morgen in einem Klassenzimmer in Aubervilliers nahe der französischen Hauptstadt bei der Unterrichtsvorbereitung mit einem Teppichmesser verletzt und sich dabei auf die IS-Miliz berufen. Er wurde mit leichteren Verletzungen unter anderem am Hals in ein Krankenhaus gebracht.

Die Behörden hatten den Vorfall offenbar ungeprüft und erstaunlich detailgenau an die Medien gemeldet: Der fiktive Täter trug, so die Behörden, Handschuhe, erschien in Malerkleidung, war maskiert und trug Militärstiefel. Nach Angaben eines Polizisten hatte der zunächst unbewaffnete Mann im im Klassenzimmer zu einem Teppichmesser gegriffen. Polizei-Angaben zufolge soll ein Zeuge in der Schule den erfundenen IS-Ausspruch gehört haben.

Die Schule des Lehrers befindet sich im Vorort Saint-Denis im Norden von Paris. Zunächst war die Rede von einem maskierten Täter, der gesagt haben soll: "Dies ist Daesh, es ist eine Warnung." Daesh ist eine andere Bezeichnung für den IS, die in Frankreich üblich ist. Anschließend sei der Täter geflohen, hieß es in der ersten Mitteilung.

Frankreich steht unter dem Eindruck der Anschläge vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Die Verbrechen werden dem IS zugeordnet.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nutzung in den USA ist während der Pandemie gestiegen

In den USA ist nach Angaben eines Unternehmens für Sicherheitsdienste und Werttransporte die Bargeldnutzung gestiegen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank warnt vor überhöhten Immobilienpreisen

Im vergangenen Jahr haben die „markanten Preisübertreibungen“ auf dem Wohnungsmarkt zugenommen, so die Bundesbank. Teilweise liegen...

DWN
Politik
Politik Blackwater-Gründer Prince spielte zentrale Rolle im Libyen-Krieg

Einem UN-Bericht zufolge spielte der Blackwater-Gründer Erik Prince eine wichtige Rolle im Libyen-Konflikt. Dass die UN erst jetzt auf...

DWN
Finanzen
Finanzen BÖRSE AKTUELL: Heftige Korrektur bei Bitcoin - jetzt wird der Einstieg vollends zum Vabanque-Spiel

Gestern vermeldeten wir den rapiden Kursverfall der Kryptowährung "Bitcoin". Heute liefert unser Börsen-Experte Andreas Kubin, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Anleger hoffen nach Powells Rede weiter auf Riesen-Konjunkturpaket aus den USA

Die Börsen entwickeln sich langsam weiter. Heute Nachmittag warten die Anleger auf wichtige Konjunkturdaten.

DWN
Deutschland
Deutschland Geduld des Handels ist am Ende: Klagewelle gegen Lockdown rollt

Obi, Media Markt, Breuninger und Co. wollen nicht länger auf Zugeständnisse der Politik warten. Immer mehr Händler versuchen, vor...

DWN
Politik
Politik Geimpfte Israelis erhalten «Grünen Pass» und können wieder am Leben teilnehmen

In Israel haben sich Hunderttausende Bürger bereuts den digitalen Impfnachweis beschafft und dürfen jetzt wieder ins Theater, ins...

DWN
Politik
Politik Das Weltwirtschaftsforum ist der große Treiber des digitalen Impfpasses

Das Weltwirtschaftsforum und die Rockefeller Stiftung sind die Haupttreiber der Einführung von digitalen Gesundheitspässen. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen Digitale Zentralbankwährungen für den Großhandel und Einzelhandel bahnen sich an

In einem aktuellen Bericht plädiert die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich für die Einführung von digitalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona: Jeder dritte Deutsche lehnt Einschränkungen und Impfung ab

Einer Umfrage zufolge lehnt etwa ein Drittel der Deutschen die Eingriffe in die Freiheitsrechte im Zuge von Corona ab. Ähnlich viele...

DWN
Politik
Politik E-Patientenakte: Merkel und Spahn haben den Datenschutz ausgehebelt, doch keiner hat es bemerkt

Die Bundesregierung hat durch ein neues Patientenakten-Gesetz den Datenschutz ausgehebelt. In der Akte sollen alle relevanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Verband kritisiert Ausverkauf von Immobilien an ausländische Spekulanten

Der Eigentümerverband Haus und Grund warnt vor einem Ausverkauf deutscher Immobilien an ausländische Investoren. Verantwortlich dafür...