Finanzen

Börse: Dax erholt sich, Ölpreis steigt

Lesezeit: 1 min
29.01.2016 13:08
Anleger sind am Freitag wieder in die europäischen Aktienmärkte eingestiegen. Dax und EuroStoxx50 legten jeweils zwischenzeitlich ein Prozent auf 9733 und 3014 Punkte zu und machten damit ihre Vortagesverluste teilweise wett.
Börse: Dax erholt sich, Ölpreis steigt
Der Kurs des DAX stieg am Freitag an. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Stimmung an den europäischen Aktienmärkte war am Freitag-Vormittag positiv. Zur Mittagszeit lag der DAX rund 0,5 Prozent im Plus.  Dazu beigetragen hat wahrscheinlich die Nachricht, dass Japans Notenbank den Einlagenzins auf minus 0,1 Prozent abgesenkt hat. „Die Geldpolitik folgt nun dem Vorbild der EZB“, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Ähnlich wie bei der EZB dürfte dieser Schritt darauf abzielen, die Kreditvergabe der Banken zu stimulieren. Dahinter dürften jedoch vor allem währungspolitische Überlegungen stehen. Der Yen wertete schließlich in den letzten Monaten gegen alle wichtigen Währungen teils kräftig auf.“

Der Kurs der japanischen Währung sank am Freitag. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 121,35 Yen. Parallel dazu verlor der Euro etwa einen halben US-Cent auf 1,0892 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bereits angedeutet, dass sie bei ihrer Ratssitzung im März die Geldpolitik noch weiter lockern wolle, betonte Analyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda.

Auch die Preise für Erdöl stiegen wieder. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 2,8 Prozent auf 34,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Russischen Angaben vom Vortag zufolge hatte Saudi-Arabien eine Drosselung der Ölproduktion um bis zu fünf Prozent vorgeschlagen. Die Experten der ANZ Bank warnten jedoch vor überzogenen Erwartungen. „Die Wahrscheinlichkeit einer Einigung ist extrem gering. Ohne eine Förderkürzung besteht das Risiko weiterer Preisrückgänge.“ Seit Mitte 2014 hat sich Erdöl um rund 70 Prozent verbilligt.

Bei den deutschen Aktienwerten brachen Titel von SMA Solar gegen den Trend um bis zu elf Prozent ein, obwohl der Solarindustrie-Zulieferer für 2016 einen Anstieg des operativen Ergebnisses auf 80 bis 120 Millionen Euro in Aussicht stellte. Gefragt waren dagegen die Aktien von Nordex, deren Kurs sich um bis zu 6,2 Prozent verteuerte.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Merz vs. Scholz: Mit Marktwirtschaft und Gesetzen der Physik die Bahn retten - vor 2070
22.07.2024

Es war ein bemerkenswertes Statement im Format des „Sommer-Interviews“. CDU-Parteichef Friedrich Merz hat vorgeschlagen (und der Bahn...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Taiwans Chipindustrie: Milliarden gegen Chinas Bedrohung und Trumps Forderungen
22.07.2024

Aus Sorge vor einer chinesischen Invasion investieren Taiwans Chipfirmen Milliarden in neue Fabriken im Ausland. Die Bedenken sind nicht...

DWN
Politik
Politik Russischer Geheimdienst: Explosivstoffe in deutschen Paketen entdeckt
22.07.2024

Moskau beschuldigt die Führung in Kiew immer wieder, Sabotage- und Terroranschläge in Russland zu organisieren. Jetzt soll ein konkreter...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta setzt auf drastische Maßnahmen: Alt-Aktionäre sollen gehen
22.07.2024

Der Batteriehersteller ergreift drastische Maßnahmen und wählt ein Verfahren, das verhindern soll, dass ein operativ gesunder Betrieb in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Pekings Wirtschaftskurs sorgt für Frustration bei deutschen Firmen
22.07.2024

Das „Dritte Plenum“ sollte eigentlich für Aufbruchstimmung sorgen. Doch aus der Perspektive deutscher Firmen blieben die Beschlüsse...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Frauen in Führung: Anteil in deutschen Börsenunternehmen auf Rekordniveau
22.07.2024

Im Mai 2024 lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Dax-Unternehmen bei 37,3 Prozent und in den Vorständen bei 19,3 Prozent,...

DWN
Technologie
Technologie Hightech, statt Handarbeit: Ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft
22.07.2024

Neue Anbaumethoden und Technologien verändern die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren. Ob KI-gestützte Wettervorhersagen,...

DWN
Technologie
Technologie E-Auto-Batterien: Wahrheit hinter dem CO2-Mythos
22.07.2024

Obwohl die Herstellung von E-Auto-Batterien viel Energie erfordert, weist ein Elektroauto über seine gesamte Lebensdauer hinweg eine...