Politik

Erdogans Leibwächter randalieren in Washington

Lesezeit: 1 min
01.04.2016 01:28
Der türkische Präsident Erdogan will auch bei seinem USA-Besuch selbst für die öffentliche Ordnung sorgen: Vor einer Rede Erdogans attackierten seine Bodyguards kurdische Demonstranten und Journalisten. Die amerikanische Polizei hatte einige Mühe, um die Lage zu deeskalieren.
Erdogans Leibwächter randalieren in Washington
Zusammenstöße vor dem Brookings-Institut. (Screenshot: Youtube)

Mehr zum Thema:  
Erdogan > USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Erdogan  
USA  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Vor einer Rede des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington sind Sicherheitskräfte des Präsidenten mit pro-kurdischen Demonstranten aneinandergeraten. Die rund 40 Demonstranten versammelten sich am Donnerstag vor dem Brookings-Institut in der US-Hauptstadt, wo Erdogan eine Rede hielt. Noch vor der Ankunft des Präsidenten gerieten die Leibwächter mit den Demonstranten, die Fahnen der syrisch-kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) schwenkten, aneinander.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Türkei betrachtet die PYD und ihren bewaffneten Arm, die Volksverteidigungseinheiten (YPG), als "Terrororganisationen". Für die USA und andere westliche Staaten sind sie Verbündete im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Türkei, die im eigenen Land militärisch gegen die Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeht, beschießt von der Grenze aus auch kurdische Stellungen in Syrien.

Auch pro-türkische Demonstranten waren am Donnerstag in Washington vor Ort, die Banner mit der Aufschrift "Kein Unterschied zwischen PKK und IS" trugen.

Die türkischen Sicherheitskräfte gingen auch gegen Journalisten vor. Ein Bodyguard Erdogans trat nach einem US-Kameramann, der die Zusammenstöße filmen wollte. Ein anderer nannte eine Frau "PKK-Hure". Erst nach einiger Zeit konnten etwa 20 US-Polizisten die Kontrahenten trennen.

Versuche der türkischen Sicherheitskräfte, Reporter der Opposition aus dem Raum zu verbannen, wo Erdogan seine Rede hielt, wurden vom Brookings-Institut unterbunden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verurteilte das "inakzeptable Verhalten" der Leibwächter Erdogans. Erdogan hält sich zu einem bis Freitag dauernden Nukleargipfel in Washington auf. An dessen Rande traf US-Präsident Barack Obama mehrere Staats- und Regierungschefs zu bilateralen Treffen, mit Erdogan war dies nicht vorgesehen.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Erdogan > USA >

DWN
Finanzen
Finanzen Kampf gegen Inflation: Die EZB steuert auf eine neue Eurokrise zu

Die EZB ist in der Zwickmühle. Wenn sie die Inflation bekämpfen will, muss sie ihr Anleihekaufprogramm stoppen. Doch schon die bloße...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Bargeld-Verbot: Edward Snowden warnt vor „digitalem Finanz-Faschismus“

Ohne Bargeld wäre es Edgard Snowden niemals gelungen, zu fliehen – und die Welt über die Überwachungspraktiken der US-Geheimdienste zu...

DWN
Politik
Politik Kriegsgefahr: Kann China den USA Paroli bieten?

Wie schlagkräftig ist die chinesische Armee? Trotz gigantischem Rüstungsbudget ist die Antwort schwer einzuschätzen. Warum die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die selbsterfüllende nächste Rezession – und ihre Parallelen zur „großen Depression“

Die Stimmungslage unter den Verbrauchern ist so niedrig wie noch nie. Ein Wirtschaftsabschwung ist nicht mehr aufzuhalten – es droht...

DWN
Technologie
Technologie US-Sanktionen kurbeln Chinas Chip-Industrie kräftig an

Die US-Sanktionen gegen China scheinen ihren Zweck zu verfehlen. Ex-Google-Chef Eric Schmidt warnt sogar: "Amerika steht kurz davor, den...

DWN
Deutschland
Deutschland Ostdeutschland könnte zur neuen Industrie-Hochburg der Bundesrepublik werden

Lange galten die neuen Bundesländer wirtschaftlich betrachtet als Sorgenkinder. Doch mit dem Einzug mehrerer Big Player der...

DWN
Finanzen
Finanzen Japans Notenbank droht Crash der globalen Finanzmärkte auszulösen

Namhafte Spekulanten wetten massiv auf einen Zinsanstieg in Japan, da die Notenbank keine andere Wahl zu haben scheint. Doch die globalen...

DWN
Deutschland
Deutschland Hilflos auf dem Weg in die nächste Flutkatastrophe

Mit dem Juli 2022 wird die Erinnerung an die Flutkatastrophe im Juli des vergangenen Jahres wach. Schon mehren sich die Anzeichen, dass...