Politik

Offener Brief: Flughafen Brüssel von Terroristen unterwandert

Lesezeit: 1 min
01.04.2016 15:21
Die Polizei warnt in einem offenen Brief vor enormen Sicherheitsmängeln am Brüsseler Airport: Etwa 50 IS-Sympathisanten arbeiten trotz Vorstrafen am Flughafen. Die Mitarbeiter würden ohne Schwierigkeiten in das Cockpit eines Flugzeuges gelangen können. Einige von ihnen hätten in Syrien gekämpft.
Offener Brief: Flughafen Brüssel von Terroristen unterwandert

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Die Luftfahrt-Polizei vom Flughafen Brüssel hat sich in einem offenen Brief an Gewerkschaften und Sicherheitsbeauftragte gewandt, die der belgische Standaard berichtet. Demnach würden die rund 50 IS-Sympathisanten vor allem in der Gepäckabfertigung, bei den Reinigungsdiensten und den Shops arbeiten. Darüber hinaus „arbeiten zu viele Menschen mit Vorstrafen in den Geschäften und im Gepäckbereich“, heißt es in dem Brief. „Es ging nicht selten um schwere Jungs mit einer radikal-islamischen Ideologie, die verschiedene Einträge in ihre Polizeiakte haben.“

Die Polizei vermutet zudem, dass Unterstützer die Sicherheitsvorkehrungen vor den Anschlägen ausspioniert hätten. Mehrere Polizeiquellen bestätigen dies. „Es wurden auch verdächtige Personen erkannt, die in Syrien gekämpft hätten. Wir haben sie angehalten und über ihre Anwesenheit wurde berichtet. Wir wissen nicht, ob etwas mit dieser Information passiert ist“.

Manche von den 50 Sympathisanten hätten eine Sicherheitsplakette, mit der sie – wenn sie wollen – sogar bis ins Cockpit eines Flugzeuges kommen. In der Vergangenheit wurden einigen die Plakette weggenommen, aber nicht jeden. Vor allem in den Shops, der Reinigung und dem Gepäckspersonal“ fände die Polizei die „Radikalen“ wieder.

Der Bürgermeister von Vilvoorde - in der Gemeinde liegt der Flughafen - hat die Probleme laut der Zeitung bestätigt.


Mehr zum Thema:  
Europa >

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Rohstoffhandel boomt weiter, doch es zeigt sich auch die Schattenseite
21.04.2024

In ihrem zweitbesten Gewinnjahr verbuchten die globalen Rohstoffhandelshäuser 2023 mehr als 100 Milliarden Dollar Profit, allen voran die...

DWN
Technologie
Technologie Rheinland-Pfalz eröffnet größten Solarpark: Meilenstein für Energiewende
21.04.2024

Rheinland-Pfalz startet größtes Solarprojekt: 300 Fußballfelder große Anlage solle grünen Strom für 60.000 Haushalte liefern und...

DWN
Politik
Politik Mehr Souveränität wagen: Wie Deutschland sich auf eine zweite Amtszeit Trumps ́vorbereiten sollte
21.04.2024

In Umfragen liegt Donald Trump deutlich vor dem amtierenden US-Präsidenten Joe Biden. Wie sollte sich Deutschland auf eine zweite Amtszeit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weltraum-Bahnhöfe: Europas ehrgeizige Pläne für die Zukunft der Raumfahrt
21.04.2024

Auch in Deutschland ist die Begeisterung fürs Weltall, und wie man dort hinkommt, weit verbreitet. Wir reden heute nicht von Trekkies,...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Comeback von Japan-Aktien: Neue Ära für Investoren?
21.04.2024

Der japanische Aktienmarkt erlebt derzeit ein erstaunliches Comeback. Doch hinter dem jüngsten Rekordhoch des Nikkei von 40.000 Punkten...

DWN
Politik
Politik Drohnen als neue Art der Kriegsführung - die Bundeswehr tut sich schwer damit
21.04.2024

Die Angriffe des Iran und die Verteidigung Israels haben endgültig deutlich gemacht, dass Kriege nicht mehr im Schützengraben geführt...

DWN
Technologie
Technologie KI-Revolution: Laut Studie Milliarden-Gewinne für deutsche Unternehmen
21.04.2024

Die Zukunft der deutschen Industrie wird durch Künstliche Intelligenz geformt: Eine Studie enthüllt nun ihre Auswirkungen - wie KI...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Repräsentantenhaus bewilligt Hilfe für Ukraine – Russland kritisiert
21.04.2024

Ein wichtiger Schritt im globalen Konflikt mit weitreichenden Folgen: Das US-Repräsentantenhaus hat ein neues Hilfspaket für die Ukraine...