Finanzen

China: Alibaba-Finanzsparte plant offenbar Börsengang

Lesezeit: 1 min
26.04.2016 13:47
Der chinesische Amazon-Konkurrent hat von Investoren 4,5 Milliarden Dollar erhalten. Noch nie hat ein privates Internetunternehmen so viel Geld eingesammelt. Insgesamt soll der Wert von „Ant Financial“ bei fast 60 Milliarden Dollar liegen.
China: Alibaba-Finanzsparte plant offenbar Börsengang

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Finanzsparte des chinesischen Amazon -Rivalen Alibaba hat bei Investoren 4,5 Milliarden Dollar eingesammelt und damit Spekulationen um einen bevorstehenden Börsengang befeuert. Ant Financial teilte am Dienstag mit, das eingesammelte Geld solle weiteres Wachstum in ländlichen Gegenden und auf internationalen Märkten finanzieren. Investoren steigen gerne ein, bevor ein Unternehmen an die Börse geht, um von dem erhofften Wertzuwachs zu profitieren. Der Konzern selbst äußerte sich nicht zu seinen Plänen. Die nun abgeschlossene Finanzierungsrunde ist die bislang größte für ein privates Internetunternehmen und treibt die Bewertung von Ant Financial einem Insider zufolge auf fast 60 Milliarden Dollar in die Höhe.

Mit dem Geld sollen unter anderem neue Kontrollmechanismen wie etwa biometrische Authentifizierungsverfahren eingeführt werden. Dies könnte auch Alibabas Online-Privatbank MYbank nach vorn verhelfen. Im Januar hatte Ant Financial zwar die Börsenpläne bestätigt, aber betont, noch keinen Zeitplan zu haben. Erst wenige Monate zuvor hatte die Tochter des Internet-Händlers eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zurzeit zapfen eine Reihe von Technologiefirmen in China Investoren an, um vor einem Börsengang das Wachstum im Finanzgeschäft zu finanzieren.

Immer mehr Chinesen wickeln ihre Bankgeschäfte über das Internet ab, unter anderem über die Plattform von Alibaba. Neben Online-Zahlungen bietet die Finanztochter auch Vermögensprodukte und Versicherungen an. Harter Gegenwind bläst der Sparte aber durch Alibabas Erzrivalen Tencent ins Gesicht. Dessen System WeChat Payment hat sich mittlerweile zu einem der weltweit größten Zahlungssysteme entwickelt.

 


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mythos Siemensstadt: Wie der Technologie-Konzern seine Immobilien vergolden möchte
25.06.2024

Der Bundeskanzler und der halbe Berliner Senat sind zum feierlichen Baubeginn für die neue Siemensstadt erschienen. Statt einen Grundstein...

DWN
Technologie
Technologie Heizung: Mehrheit der Wohnungen noch mit Gas oder Öl beheizt
25.06.2024

Im Jahr 2022 wurden drei Viertel aller Wohnungen in Deutschland weiterhin mit Gas oder Öl beheizt. Dies geht aus den ersten Ergebnissen...

DWN
Politik
Politik 6-Tage-Woche in Griechenland: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
25.06.2024

Trotz Personalmangel wird in Deutschland die Vier-Tage-Woche getestet. In Griechenland passiert gerade das Gegenteil: Ein neues Gesetz zur...

DWN
Politik
Politik Von der Leyen: Einigung auf zweite Amtszeit an der Spitze der EU-Kommission
25.06.2024

Kurz vor einem wichtigen EU-Gipfel haben sich Staats- und Regierungschefs der führenden europäischen Parteienfamilien darauf...

DWN
Politik
Politik E-Patientenakte: Lauterbach setzt auf bessere Versorgung
25.06.2024

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betont, dass ab Anfang nächsten Jahres elektronische Patientenakten (ePA) zu einer deutlichen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie der Zukunft: Power-to-X-Technologien auf dem Vormarsch
25.06.2024

Wie kann volatiler Strom dauerhaft gespeichert werden? Power-to-X-Technologien, kurz PtX oder P2X, sind eine der besten Antworten auf diese...

DWN
Politik
Politik Rundfunkbeitrag: Erträge steigen auf neun Milliarden Euro - Zahlen wir bald noch mehr?
25.06.2024

In der deutschen Medienpolitik wird erneut über die Höhe des Rundfunkbeitrags diskutiert. Ab 2025 könnte er laut einer Empfehlung um 58...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardenlücke bei Förderung erneuerbarer Energien
25.06.2024

Die Bundesregierung sieht sich mit erheblichen Mehrkosten bei der Förderung erneuerbarer Energien konfrontiert. Laut einem Schreiben von...