Finanzen

Portugal: Zinssätze für kurzfristige Anleihen steigen wieder

Lesezeit: 1 min
02.05.2012 12:40
Trotz der guten Noten für die Haushaltsdisziplin Portugals legten bei der heutigen Auktion von kurzfristigen Anleihen die Zinssätze wieder zu. Die Nähe zu Spanien und die Rezession in Portugal sind dabei ausschlaggebend.
Portugal: Zinssätze für kurzfristige Anleihen steigen wieder

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Erst Spanien, dann Italien und nun wieder Portugal. In den vergangenen Wochen waren die Renditen für portugiesische Anleihen gefallen, doch die Auktion am Mittwoch zeigt, dass die Skepsis wieder zurückgekehrt ist. Die Zinssätze für 12-monatige Anleihen im Wert von einer Milliarde Euro stiegen von 3,652 Prozent Ende März auf 3,908 Prozent. Bei den portugiesischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von nur sechs Monaten zog die Rendite auf 2,935 Prozent an – Anfang April waren es noch 2,9 Prozent.

Portugal befindet sich derzeit, auch aufgrund der verordneten Sparmaßnahmen, in einer Rezession. In den ersten drei Monaten diesen Jahres stieg die Zahl der Insolvenzen um 50 Prozent (hier). Und auch der Premierminister Pedro Passos Coelho schloss Mitte April ein weiteres Rettungspaket für Portugal nicht gänzlich aus, sollten Umstände eintreten, die außerhalb der Kontrolle der Regierung liegen (mehr dazu hier).

In diesem Zusammenhang ist sicher auch die aktuelle Situation Spaniens zu sehen. Das Nachbarland wird als nächstes Land angesehen, das ein Rettungspaket in Anspruch nehmen werde – nicht zuletzt aufgrund des maroden Bankensystems des Landes. Die Nähe zu Portugal treibt die Bedenken, dass sich die Situation dann auch in Portugal verschlechtern werde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Politik
Politik USA haben Nord Stream gesprengt, sagt Seymour Hersh

Der Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh macht die USA für die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verantwortlich. Präsident Biden soll...

DWN
Finanzen
Finanzen VAE-Banklizenz für russische MTS Bank beunruhigt den Westen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Lizenz für die russische MTS Bank genehmigt. Entwickelt sich der Golfstaat zu einem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Dank Kernenergie: Eon verdient mehr als erwartet

Der Energiekonzern Eon hat 2022 besser abgeschnitten als erwartet. Dies lag auch an den höheren Einnahmen aus der Atomkraft und am Wetter.

DWN
Deutschland
Deutschland AfD fordert OSZE-Delegation für Frieden in der Ukraine

Die AfD hat eine Friedensinitiative vorgelegt, um in der Ukraine einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen unter Leitung der OSZE zu...

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo: Knapp jedes 20. Unternehmen bangt um seine Existenz

Noch immer bangen viele deutsche Unternehmen um ihre wirtschaftliche Existenz. Dies ist aber nur ein Bruchteil der Sorgen während der...

DWN
Deutschland
Deutschland Fleischproduktion in Deutschland bricht ein

Die Fleischproduktion in Deutschland geht bereits seit sechs Jahren immer weiter zurück. Auch 2022 ist die Produktion stark gesunken,...

DWN
Politik
Politik Russland meldet Staatsdefizit, fehlende Steuern aus Öl und Gas

Im Januar verzeichnete Russland ein Staatsdefizit von umgerechnet 23 Milliarden Euro. Denn die Besteuerung der Energieexporte ist durch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Yuan-Clearing: China und Brasilien forcieren Handel ohne Dollar

Die chinesische Zentralbank will eine Yuan-Clearingstelle für Brasilien einrichten. Dies soll den bilateralen Handel und Investitionen...