Politik

Türkei: Putschisten leisten auch Sonntag noch Widerstand

Lesezeit: 1 min
17.07.2016 19:47
In der Türkei ist es auch am Sonntag noch vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Putschisten und Sicherheitskräften gekommen. Präsident Erdogan hat seine Anhänger aufgefordert, bis Freitag auf der Straße zu bleiben. Auch sein Militär-Adjutant wurde verhaftet.
Türkei: Putschisten leisten auch Sonntag noch Widerstand

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Putschisten haben am Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen nach Angaben der türkischen Regierung noch am Sonntag vorübergehend Widerstand gegen ihre Festnahme geleistet. Regierungstreue Sicherheitskräfte hätten Warnschüsse abgeben müssen, bevor es zu den Festnahmen gekommen sei, hieß es aus Regierungskreisen laut Milliyet. Es habe aber keine Schusswechsel gegeben. Auf der Luftwaffenbasis im zentralanatolischen Konya sei es am Sonntag ebenfalls noch zu Zusammenstößen gekommen. Auch dort sei die Lage aber inzwischen unter Kontrolle. Der Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen liegt auf der asiatischen Seite der Millionenmetropole und hat einen zivilen und einen militärischen Teil.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert seine Anhänger laut Reuters auf, bis Freitag auf der Straße zu bleiben. Auf Rufe aus der Menge, die Todesstrafe einzuführen, sagt er, dass diese Forderungen nicht ignoriert werden dürften. Die Regierung werde über das Thema mit der Opposition sprechen. Der Einsatz der Todesstrafe dürfe nicht verzögert werden.

Am Sonntag wurde Erdogans Haupt-Adjutant Oberst Ali Yazici festgenommen. Yazici soll in den Putschversuch verwickelt gewesen sein, berichtet die Zeitung Aksam.

Die Staatsministerin im Kanzleramt, Aydan Özoguz, warnt vor einem Übergreifen des Konflikts in der Türkei auf Deutschland. Die innertürkischen Spannungen zwischen Erdogan-Anhängern und -Gegnern dürften nicht in Deutschland ausgetragen werden, sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Trader von JPMorgen wegen Manipulatinonen des Gold-Markts verurteilt

Nach einem langen Prozess in Chicago haben die Geschworenen zwei Goldhändler von JPMorgan wegen Spoofing, also jahrelanger Manipulationen...

DWN
Politik
Politik Energie-Krise offenbart Planlosigkeit: Scholz will jetzt Pipeline aus Portugal

Eigentlich sollte es die Pipeline von Portugal über Spanien nach Mitteleuropa längst geben. Doch das Projekt wurde gestoppt. Das rächt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen China wird für deutsche Industrie zum Risiko-Standort

Ein chinesischer Überfall auf Taiwan ist eine reale Gefahr. Den deutschen Unternehmen, die Milliardensummen in China investiert haben,...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise weitet sich aus: Steigende Rohölnachfrage erwartet

Der Rohölpreis ist zuletzt gesunken, Heizölkäufer profitieren davon bisher nicht – und bald könnte die weltweite Nachfrage nach...

DWN
Deutschland
Deutschland IW-Analyse: Teure Energie ist verheerend für Deutschland

Die Experten des IW haben durchgespielt, was teure Energie für deutsche Verbraucher, Firmen und die Wirtschaft bedeutet. Die Aussichten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BASF: Chemieriese blickt zuversichtlich in die Zukunft

Der weltweit größte Chemiekonzern und größte Erdgasverbraucher Deutschlands sieht keinen Grund zur Panik und setzt sich ambitionierte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Telekom: Auf stabilem Wachstumskurs

Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wächst die Deutsche Telekom weiter.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Siemens meldet ersten Quartalsverlust seit 2010

Siemens hat erstmals seit 2010 in einem Quartal Verlust gemacht. Dennoch sieht sich das Unternehmen derzeit gut aufgestellt.