Finanzen

EU: Reform der Pensionsfonds könnte Renten um 20 Prozent senken

Lesezeit: 1 min
22.06.2012 00:38
Die EU plant eine neue Vorschrift zur Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen von Pensionsfonds. Dies könnte die Rentenbeiträge erhöhen oder die Pension für EU-Bürger um 20 Prozent senken, warnt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

Mehr zum Thema:  
EU > Reformen >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
Reformen  

Im Zuge der von der EU geplanten Rentenreform soll das Versicherungsgeschäft in Europa umstrukturiert werden. Gemeinsame Standards sollen festgelegt und die Eigenkapitalanforderungen erhöht werden. Dies könnte aber einen schlechten Nebeneffekt auf die Rentenfonds haben, zeigt eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Die Rentenfonds wären gezwungen, deutlich mehr Reserven vorzuhalten, wodurch sie von Investitionen in Unternehmens-Anleihen in niedrig verzinste Anlagen wie Staatsanleihen wechseln müssten.

Im günstigsten Fall, so die Studie, würden die Annuitätsraten um 5 Prozent sinken, aber es könnte auch zu einem Rückgang von bis zu 20 Prozent führen, je nachdem, wie die Verhandlungen in der EU ausgehen. Dies hätte zur Folge, dass die Rentner zukünftig mit Abschlägen von bis zu 20 Prozent rechnen müssen oder aber die Versicherungen zukünftig für Renten mehr berechnen müssten, so Deloitte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
EU > Reformen >

DWN
Deutschland
Deutschland Südwest-CDU fordert längeren Betrieb von Atomkraftwerken

Die CDU Baden-Württemberg fordert angesichts der Energie-Krise längere Laufzeiten für die letzten verbliebenen Kernkraftwerk in...

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiekrise: Deutschland muss zittern - aber Russland mindestens genauso

Während Russland den Europäern schrittweise den Gashahn zudreht, ist der Kreml gezwungen, sich neue Absatzmärkte zu eröffnen. Aber das...

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Technologie
DWN
Finanzen
Finanzen Zum ersten Mal seit 1918: Russland im Verzug mit Staatsschulden

Zuletzt sah sich Russland noch unter Lenin mit so einer Situation konfrontiert. Ein düsteres Zeichen für die weitere Entwicklung des...