Politik

EU-Geldschwemme: Nun auch Streit in Finnland

Lesezeit: 1 min
17.09.2012 10:38
Während der finnische Notenbankchef die Anleihenkäufe durch die EZB lobt, positionieren sich Politiker immer eindeutiger gegen weitere Belastungen durch die Eurorettung.
EU-Geldschwemme: Nun auch Streit in Finnland

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Aktuell: Frankreich: Tiefe Rezession kündigt sich an

Der Chef der finnischen Zentralbank verteidigt die angekündigten unbegrenzten Ankäufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank. In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Erkki Liikanen, er hätte sich bei der Entscheidung über die neuen EZB-Interventionen Einstimmigkeit im EZB-Rat gewünscht.

Die Handlungsfähigkeit in einem solchen Fall zu erhalten sei allerdings wichtig. Bei der Abstimmung hatte sich der deutsche Vertreter im EZB-Rat, Jens Wiedmann, als einziger gegen weitere Anleihenkäufe ausgesprochen.

Mit seiner Rückendeckung für die EZB zeigte Liikanen, dass in Finnland die Eurorettung zunehmend zum Streitthema wird. Da in Finnland demnächst Wahlen anstehen, zeigen sich viele Politiker äußerst kritisch, was die Eurorettung angeht.

Eine weitere Unterstützung der Pleitestaaten, wie etwa Griechenland, würde vermutlich keine Mehrheit mehr im finnischen Parlament bekommen. „Wir haben einen Punkt erreicht an dem viele sagen: Weiter können wir nicht gehen“, sagte etwa der finnische Europaminister Alexander Stubb der Financial Times.

Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen warnt ebenfalls vor der schwindenden Bereitschaft der Finnen, die Eurorettung um jeden Preis mitzutragen (mehr hier).

Mehr Themen:

Deutsche Sparer sollen für EU-Notkredite haften

Wegen Krise: Katalonien will Unabhängigkeit von Spanien

Frankreich nervös: Bankenunion soll wankende Pariser Banken retten


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Politik
Politik Attentat auf Trump: Was wir wissen und was noch unklar ist!
14.07.2024

Das Attentat auf den Ex-Präsidenten Trump hat die USA tief erschüttert. Die Ereignisse überschlagen sich, und viele Fragen bleiben...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Wo gibt es noch Zinsen von über 4 Prozent?
14.07.2024

Die Geschäftsbanken senken bereits seit Monaten die Tages- und Festgeldzinsen. Wo erhalten Sparer noch die höchsten Renditen für relativ...

DWN
Politik
Politik Trump-Attentat: Schüsse bei Wahlkampfauftritt und die Sorge vor einer Gewaltspirale
14.07.2024

Wahlkampfauftritt von Donald Trump in Pennsylvania. Plötzlich fallen Schüsse, am Ohr des Ex-Präsidenten ist Blut, ein Attentat! Die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Big Tech in der Cloud
14.07.2024

Die digitale Transformation hat in den letzten Jahren einen enormen Schub erfahren, und die Cloud-Technologie spielt dabei eine zentrale...

DWN
Panorama
Panorama Schutz vor Vogelgrippe: Wie gut ist Deutschland auf die nächste Pandemie vorbereitet?
14.07.2024

Virologen sehen das Vogelgrippevirus H5N1 als potenziellen Pandemie-Kandidaten. Was das für Deutschland bedeutet und warum Experten...

DWN
Politik
Politik Der letzte Diktator Europas? Lukaschenko feiert 30 Jahre im Amt und 70. Geburtstag
14.07.2024

Seit drei Jahrzehnten lenkt Alexander Lukaschenko, der als letzter Diktator Europas gilt, die Geschicke von Belarus. In diesem...

DWN
Technologie
Technologie Der schwierige Verzicht auf chinesische Technologie im 5G-Netz - eine Kurzanalyse
14.07.2024

Die Bundesregierung und die deutschen Mobilfunknetzbetreiber haben sich nach langen Diskussionen auf einen umfassenden Ausschluss...

DWN
Panorama
Panorama Forscher raten zu Lehren aus schweren Radunfällen auf Landstraßen
14.07.2024

Im Verkehr sind immer mehr Radfahrer unterwegs - und es gibt mehr Unfälle. Auch auf dem Land. Was tun?