Politik

Umfrage: Zypern will raus aus dem Euro

Lesezeit: 1 min
21.03.2013 11:49
In einer aktuellen Umfrage befürworten mehr als zwei Drittel der Zyprer einen Austritt ihres Landes aus der Eurozone. Die Parlaments-Entscheidung gegen die Zwangsabgabe wird von 91 Prozent der Bevölkerung unterstützt.
Umfrage: Zypern will raus aus dem Euro

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Zypern würde den Euro lieber verlassen, als die von EU und IWF geforderte Zwangsabgabe auf Bankguthaben hinzunehmen, so der frühere zyprische Außenminister Giorgos Lillikas. „Ich hoffe, unsere Partner verlangen nicht, dass wir uns zwischen Selbstmord und Euro-Austritt wählen müssen“, sagte er Skai TV.

Die Einschätzung, dass die Zyprer einen Euro-Austritt ins Auge fassen, wird von einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Prime Consulting bestätigt. Diese hat ergeben, dass 67,3 Prozent der Zyprer für einen Austritt ihres Landes aus der Eurozone und eine stärkere Zusammenarbeit mit Russland sind.

Die Umfrage zeigte zudem, dass 91 Prozent der Zyprer die Entscheidung ihres Parlaments gegen eine Abgabe auf Kontoguthaben unterstützen.

Lillikas sagt, dass ein Euro-Austritt seines Landes zum Kollaps der europäischen Einheits-Währung führen würde: „Wenn ein Land, egal wie klein es ist, die Eurozone verlässt, dann wird der Euro zusammenbrechen.“

Zudem brauche Zypern nicht die von EU und IWF bezifferten 17 Milliarden Euro, sondern könne mit 7 Milliarden Euro über die nächsten zwei Jahre kommen, sagte der frühere Außenminister. Diesen Betrag könne das Land einerseits durch Borgen im eigenen Land auftreiben. Andererseits könne Zypern seine künftigen Einnahmen aus dem Erdgas zu Geld machen, so Lillikas.


Mehr zum Thema:  
Europa >

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Die Edelmetallmärkte

Wegen der unkontrollierten Staats- und Unternehmensfinanzierung durch die Zentralbanken im Schatten der Corona-Krise sind derzeitig...

DWN
Immobilien
Immobilien Commerzbank-Studie: Immobilienpreise könnten weiter fallen
26.04.2024

Deutsche Wohnimmobilien verlieren weiter an Wert. Die Commerzbank sieht ein Abwärtspotenzial von 5 bis 10 Prozent, abhängig von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Gallup-Studie: Globale Führungsbewertung 2024 - wie Deutschland unter Großmächten abschneidet
26.04.2024

Die Gallup-Studie 2024 zeigt die Stabilität und Herausforderungen in der globalen Führungsbewertung für Länder wie USA, Deutschland,...

DWN
Politik
Politik Habeck kontert Kritiker: „Energiekrise gemeistert und Strompreise gesenkt“
26.04.2024

Nach Kritik an Atomausstieg: Habeck und Lemke bestätigen, die Energieversorgung sei gesichert und nukleare Sicherheit gewährleistet.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tarifrunde der Chemieindustrie: Gewerkschaft fordert mehr Lohn
26.04.2024

Im Tarifstreit in Ostdeutschlands Chemieindustrie fordert die Gewerkschaft IG BCE eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Arbeitgeber warnen vor...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz: Wie sich Deutschland im internationalen Rennen positioniert
26.04.2024

Die Deutsche Industrie macht Tempo bei der KI-Entwicklung. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Analyse des Deutschen Patent- und...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Automesse China 2024: Deutsche Autohersteller im Preiskrieg mit BYD, Xiaomi und Co.
25.04.2024

Bei der Automesse in China steht der eskalierende Preiskrieg bei Elektroautos im Vordergrund. Mit hohen Rabatten kämpfen die Hersteller...

DWN
Technologie
Technologie 3D Spark: Ein Hamburger Start-up revolutioniert die Bahnbranche
25.04.2024

Die Schienenfahrzeugindustrie befindet sich in einem grundlegenden Wandel, in dessen Verlauf manuelle Fertigungsprozesse zunehmend...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lieferdienste in Deutschland: Bei Flink, Wolt und anderen Lieferando-Konkurrenten geht es um alles oder nichts
25.04.2024

Getir, Lieferando, Wolt, UberEats - das Angebot der Essenskuriere ist kaum noch überschaubar. Wer am Markt letztlich bestehen wird,...