Wegen Manipulationen: Papier-Gold stirbt, Boom bei physischem Gold

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
17.05.2013 01:35
Die weltweite Nachfrage nach physischem Gold war im ersten Quartal so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Beim Papiergold hingegen gab es einen Nachfrage-Rückgang in Höhe von 177 Tonnen.
Wegen Manipulationen: Papier-Gold stirbt, Boom bei physischem Gold

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Im ersten Quartal 2013 wurden deutlich mehr Goldschmuck, Goldbarren und Goldmünzen gekauft. Dennoch ging die weltweite Goldnachfrage um 13 Prozent zurück, berichtet der World Gold Council. Grund für diesen Rückgang ist der massive Abverkauf beim Papiergold in Höhe von 176,9 Tonnen. Das heißt, die Nachfrage war negativ. Papiergold ist lediglich ein Anrecht auf Gold. Der Besitzer riskiert, dass er das Papiergold letztlich nicht in physisches Gold eintauschen kann.

Vor allem in Indien und China stieg die Nachfrage nach physischem Gold stark an. In China stieg sie im ersten Quartal um circa 20 Prozent auf 294 Tonnen. Die Chinesen kauften 109,5 Tonnen Goldbarren und Münzen. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Durchschnittswert über die letzten fünf Jahre. In Indien lag die Nachfrage nach physischem Gold bei 256,5 Tonnen. Das ist ein Anstieg um 27 Prozent.

Auch in den USA stieg die Nachfrage nach physischem Gold um 22 Prozent. In Europa hingegen ging die Nachfrage zurück. Hier wurden im ersten Quartal 26 Prozent weniger Münzen, Barren und Schmuck gekauft als ein Jahr zuvor.

Die Zentralbanken fügten im ersten Quartal 109,2 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzu. Es war das neunte Quartal in Folge, in dem die Zentralbanken Netto-Käufer des Edelmetalls waren. In den letzten sieben Quartalen haben die Zentralbanken stets mehr als 100 Tonnen Gold gekauft.

Der massive Abverkauf von Papiergold hatte Mitte April zu einem dramatischen Absturz des Goldpreises geführt. Der Papiergold-Markt ist um ein Vielfaches größer, als es physisches Gold gibt. Nur ein Bruchteil des Papiergoldes könnte tatsächlich in Gold eingelöst werden. Zudem wird der Goldmarkt von den Zentralbanken manipuliert. Die Flucht ins physische Gold könnte den Zusammenbruch des Finanz-Systems einleiten (hier).


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Corona: Deutsche Auto-Produktion bricht massiv ein

Aufgrund der Corona-Krise wird die Zahl der in Deutschland produzierten Autos dieses Jahr massiv zurückgehen.

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen 40 Prozent der Klagen gegen Finanzämter sind erfolgreich

Vor Deutschlands höchstem Finanzgericht haben 2019 vierzig Prozent der klagenden Bürger und Unternehmen ihre Prozesse gegen den Fiskus in...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nachfrage steigt weltweit deutlich an

Weltweit ist die Nachfrage nach Bargeld drastisch angestiegen. Das teilt einer der weltweit führenden Banknotenhersteller aus München mit.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Politik
Politik Umfrage: Zufriedenheit mit Merkel-Regierung so hoch wie nie

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Deutschen einer Umfrage zufolge mit der Bundesregierung mehr einverstanden als je zuvor sind....

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

DWN
Politik
Politik Putin und Erdogan teilen den Balkan unter sich auf

Russland und die Türkei teilen den Balkan unter sich in Einflusssphären auf. Was wie eine Kooperation unter Freunden ausschaut, könnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen.

DWN
Deutschland
Deutschland Desinfektionsmittel selber machen? Hier geht es zur Anleitung gegen das Corona-Virus

Vielerorts sind Desinfektionsmittel längst ausverkauft, oder aber sie werden zu Wucherpreisen angeboten. Die Deutschen...

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

celtra_fin_Interscroller