EU investiert 1,6 Milliarden Euro in Tunnel-Projekt am Bosporus

 

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29.10.2013 12:16
Unter dem Marmara-Meer in Istanbul gibt es seit heute einen Tunnel, der den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt verbindet. Die EU hat der Türkei für das Projekt Kredite in der Höhe von 1,6 Milliarden Euro gewährt.
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Die Türkei beendet den Bau des 76 Kilometer langen Eisenbahn-Tunnels in Istanbul. Das von allen Seiten als historisch gepriesene Projekt wird am Dienstag nach etwa zehn Jahren Bauzeit eingeweiht. Der Marmaray-Tunnel verläuft unter dem Marmara-Meer und hat offiziell 4,1 Milliarden Euro gekostet.

Das kann die Türkei natürlich nicht allein stemmen.

Einer der großen Förderer des Tunnels am Bosporus ist die EU.

Die Europäische Investitions-Bank (EIB) und die Entwicklungsbank des Europarats (CEB) stecken 1,6 Milliarden Euro aus europäischen Steuergeldern in das Projekt.

Ein Sprecher der EIB bestätigt den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass die EIB über 1 Mrd EUR an Krediten für den Marmaray-Tunnel zur Verfügung gestellt hat.“ Über die Zins-Sätze möchte die EIB keine Auskunft geben, diese seien Geschäftsgeheimnis“.

Vereinbart wurden acht zahlungsfreie Anlaufjahre. Anschließend wird der Kredit innerhalb von 30 Jahren abgezahlt. Die Tilgungsraten werden alle sechs Monate anfallen, berichtet railway-technology.com.

Die CEB gewährte einen Kredit in Höhe von weiteren 650 Millionen Euro. Die Rückzahlung erfolgt nach fünf tilgungsfreien Jahren. Auch dieser Kredit wird innerhalb eines Zeitraums von 30 Jahren abgezahlt. Die Tilgungsraten fallen alle sechs Monate an, berichtet die offizielle Internetseite des Marmaray-Projekts.

Die Zinsformel könne sich sowohl beim EIB-Kredit als auch beim CEB-Kredit an den festgelegten Stichtagen ändern, berichtet rayhaber.com.

EIB-Präsident Werner Hoyer sagte im Juni, dass die Türkei das größte Empfängerland für EIB-Darlehen außerhalb der EU sei. Innerhalb der EU stehe sie auf Rang 7, zitiert die Pressestelle der EIB ihren Präsidenten auf der EIB-Internetseite.

Alleine in den vergangenen fünf Jahren seien 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau des türkischen Eisenbahnnetzes bereitgestellt worden.

Auch die Japanische Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA), die Europäische Investment Bank (EIB) und die Entwicklungsbank des Europarats (CEB) ließen Gelder in das Projekt fließen.

Die JICA beteiligte sich mit einem langfristigen Niedrigzins-Darlehen in Höhe von 688 Millionen Euro. Es gibt zehn tilgungsfreie Anlaufjahre. Anschließend wird das Darlehen innerhalb von 40 Jahren zurückgezahlt. Der Zinssatz liegt bei 0,75 Prozent, wird auf der offiziellen Internetseite des Marmaray-Projekts berichtet.


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