Finanzen

Slowenien meldet dramatischen Anstieg der faulen Kredite

Lesezeit: 1 min
29.03.2014 00:16
In Slowenien braut sich die nächste Banken-Krise zusammen. Die Zahl der faulen Kredite ist gewaltig gestiegen. Die Regierung sagt, dass nur ein Wunder eine Wende herbeiführen könne.
Slowenien meldet dramatischen Anstieg der faulen Kredite

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  
Balkan  

Die Risiken in Sloweniens marodem Finanzsektor nehmen zu: Die Banken sitzen nun bereits auf faulen Krediten von rund elf Milliarden Euro, wie Zentralbank-Chef Bostjan Jazbec in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung Delo sagte. Das Volumen könnte sogar noch steigen. "Wenn wir nicht bald ein stärkeres Wirtschaftswachstum erzielen und die Schulden in Unternehmen umstrukturieren, wird sich die Zahl erhöhen", warnte Jazbec. Im November hatten sich die faulen Kredite auf fast acht Milliarden Euro und damit auf mehr als ein Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Zwei-Millionen-Volkes belaufen.

Lange galt das Land als nächster Kandidat für den Euro-Rettungsschirm. Das rezessionsgeplagte Slowenien, das seit 2004 der EU und seit 2007 der Euro-Zone angehört, will mit allen Kräften verhindern, bei seinen EU-Partnern Hilfen zu beantragen, denn mit den Geldern gehen Reformauflagen der Unterstützer einher. In Slowenien hat der Abschwung vor allem der Bankenbranche schwer zugesetzt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland KREISS PRANGERT AN: Mehr als 400 Milliarden Euro wandern in die falschen Taschen

DWN-Autor Christian Kreiss stellt höhere Steuern und Enteignungen zur Diskussion.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das WEF als Selbstbedienungsladen: Die Nebengeschäfte des Klaus Schwab

DWN-Kolumnist Ernst Wolff zeigt auf: Der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, ist ein umtriebiger Geschäftsmann.

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Politik
Politik Mythos Europa: Was bleibt außer Überwachung, Bürokratie und dem digitalen Euro?

Prof. Dr. Werner Thiede setzt sich kritisch mit der Vorstellung auseinander, dass ein geeintes Europa die Lösung für alle Probleme sein...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Gefährdet der Ukraine-Krieg die Neue Seidenstraße?

Um sein gigantisches Projekt umzusetzen, ist für China eines ganz besonders wichtig: Frieden. Doch in der Ukraine tobt der Krieg. Wie wird...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz soll Senioren schützen

Zwei Unternehmen wollen die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Pflegeeinrichtungen vorantreiben.

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende der EZB trifft Deutschland besonders hart

Durch die EZB-Zinswende müssen die Euro-Staaten künftig wieder höhere Zinsen zahlen. Besonders hart trifft dies jene Staaten, die...