Politik

Kampf gegen hohe Spritpreise: Österreich will Steuer senken

Schon jetzt ist die Mineralölsteuer in Österreich niedriger als in Deutschland. Nun möchte die Regierung die Preise weiter senken, um das Tanken billiger zu machen. In Kraft treten sollen die bis Jahresende begrenzten Maßnahmen spätestens ab 1. April.
19.03.2026 07:23
Lesezeit: 1 min
Kampf gegen hohe Spritpreise: Österreich will Steuer senken
Schon jetzt ist die Mineralölsteuer in Österreich niedriger als in Deutschland. Dadurch ist Sprit in der Regel um etwa 20 bis 25 Cent günstiger. (Foto: dpa) Foto: Sabine Dobel

Kampf gegen hohe Spritpreise: Österreich will Steuer senken

Im Kampf gegen hohe Spritpreise will Österreich vorübergehend die Mineralölsteuer senken. In einem ersten Schritt solle die Steuer auf Diesel und Benzin um jeweils 5 Cent pro Liter reduziert werden, teilte die Bundesregierung mit.

Außerdem werde die Möglichkeit geschaffen, dass Gewinnspannen entlang der Wertschöpfungskette vorübergehend eingefroren werden können. «Der Staat darf nicht zum Krisenprofiteur werden», sagte Kanzler Christian Stocker (ÖVP). Je höher der Spritpreis, desto größer sind die Staatseinnahmen.

Neue Regelung bei Erhöhung der Spritpreise

Schon jetzt ist die Mineralölsteuer in Österreich niedriger als in Deutschland. Dadurch ist Sprit in der Regel um etwa 20 bis 25 Cent günstiger. Laut Verkehrsclub ÖAMTC liegt die Mineralölsteuer aktuell für den Liter Diesel bei 39,7 Cent und für den Liter Benzin bei 48,2 Cent.

Im Gegensatz zu Deutschland sind Preiserhöhungen obendrein an Tankstellen zumindest bis Mitte April nur dreimal die Woche erlaubt. Ein Senken der Preise ist jederzeit möglich.

Sorge um Kaufkraft

Insgesamt könne der Spritpreis pro Liter in Österreich durch die neuen Maßnahmen letztlich um bis zu zehn Cent pro Liter sinken, so Stocker. «Wir beschränken die Gewinnmargen von Raffinerien und Tankstellen», sagte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Der zuletzt starke Preisanstieg als Folge des Iran-Kriegs dürfe nicht zu einer Schwächung von Kaufkraft und Wettbewerbsfähigkeit führen, hieß es.

In Kraft treten sollen die bis Jahresende begrenzten Maßnahmen spätestens ab 1. April. Das Paket soll nächste Woche vom Parlament beschlossen werden. Dazu ist aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.

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