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Fußball-WM 2026: Welche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft am meisten wert ist

Die teuersten Teams bei der Fußball-WM 2026 kommen überwiegend aus Europa. Doch die Marktwerte zeigen vor allem eines: Geld erhöht die Chancen in einem Turnier, garantiert aber keinen Titel.
14.06.2026 17:41
Lesezeit: 3 min
Fußball-WM 2026: Welche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft am meisten wert ist
Der Spanier Lamine Yamal ist laut Transfermarkt der teuerste Fußballspieler dieser Weltmeisterschaft. Sein Marktwert (und der des Norwegers Erling Haaland) wird auf rund 200 Millionen Euro geschätzt. (Foto: dpa) Foto: Peter Kneffel

Frankreich ist das wertvollste Team der Fußball-WM 2026

Gut sechs Milliarden Euro beträgt der Marktwert der fünf wertvollsten Nationalmannschaften, die bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft antreten. Der Abstand zwischen der teuersten und der günstigsten Mannschaft ist gewaltig. Der höchste Marktwert bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dieses Team am Ende auch das beste des Turniers ist.

Den höchsten Marktwert hat Frankreich, der Weltmeister von 2018, berichtet das slowenische Finanzportal Casnik Finance. Die „Équipe Tricolore“ wird von Transfermarkt mit mehr als 1,5 Milliarden Euro bewertet. In diese Summe sind 26 Fußballer eingerechnet. Der durchschnittliche Marktwert eines französischen Nationalspielers liegt damit bei rund 58,5 Millionen Euro. Den höchsten Wert innerhalb des französischen Kaders weist Transfermarkt Kylian Mbappé zu. Der Angreifer wird mit 180 Millionen Euro bewertet.

Unter den zehn wertvollsten Nationalmannschaften dominieren europäische Teams. Von außerhalb Europas schaffen es nur zwei Mannschaften in die Top Ten, Brasilien und Titelverteidiger Argentinien. Knapp dahinter folgen die Elfenbeinküste, Marokko und die Türkei. Kroatien liegt nach Marktwert auf Rang 16. Transfermarkt bewertet den kroatischen Kader mit 387,3 Millionen Euro.

Vom Milliardenkader zu den Außenseitern

Weniger als 120 Millionen Euro beträgt zusammen der Marktwert der fünf am niedrigsten bewerteten Nationalmannschaften unter den 48 Teilnehmern der Fußball-WM. Dazu zählen Iran, Curaçao, Irak, Jordanien und Katar. Für Curaçao und Jordanien ist es überhaupt die erste Fußball-Weltmeisterschaft. Den niedrigsten Marktwert besitzt die Mannschaft aus Katar. Ihr Wert liegt mehr als 76-mal niedriger als jener der französischen Nationalmannschaft. Der teuerste Spieler Katars ist Akram Afif. Sein Marktwert wird auf acht Millionen Euro geschätzt. Anders gesagt: Er allein steht fast für die Hälfte des gesamten Marktwerts der katarischen Mannschaft.

Den niedrigsten Wert unter den europäischen Nationalmannschaften hat Bosnien und Herzegowina. Transfermarkt führt das Team auf Rang 31 mit einem Gesamtmarktwert von 150,6 Millionen Euro. Damit liegt die Mannschaft immer noch über den vier am niedrigsten bewerteten Teams des Turniers.

Hoher Marktwert ist keine Titelgarantie

Der wertvollste Kader ist nicht automatisch der sportlich stärkste. Frühere Weltmeisterschaften zeigen jedoch, dass Teams aus den Top Ten der Marktwerte häufig nah an die Spitze kommen.

Bei der Fußball-WM 2022 hatte England mit 1,2 Milliarden Euro den höchsten Marktwert. Weiter als bis ins Viertelfinale kamen die Engländer dennoch nicht. Dort scheiterten sie an Frankreich, dem späteren Finalisten. Frankreich wurde damals von Transfermarkt mit 1,02 Milliarden Euro bewertet und lag damit auf Rang drei.

Weltmeister wurde Argentinien. Der Marktwert des späteren Champions lag nur auf Rang sieben. Die Mannschaft war nach damaligen Transfermarkt-Daten 627 Millionen Euro wert. Der Sieger war also nur etwa halb so teuer wie das wertvollste Team des Turniers.

Die teuerste Startelf kostet 1,345 Milliarden Euro

Die beiden teuersten Spieler der diesjährigen Weltmeisterschaft sind der Spanier Lamine Yamal und der Norweger Erling Haaland. Transfermarkt bewertet beide mit jeweils 200 Millionen Euro. Das entspricht ungefähr dem Wert von zehn Mannschaften aus Katar. Die wertvollste denkbare Startelf der Fußball-WM käme auf 1,345 Milliarden Euro. Sie besteht aus drei Spaniern, zwei Portugiesen, einem Franzosen, einem Norweger, einem Marokkaner, einem Engländer, einem Brasilianer und einem Ecuadorianer.

Damit zeigt sich die extreme Konzentration von Marktwerten im Weltfußball. Einzelne Spieler sind heute mehr wert als komplette Nationalmannschaften. Gleichzeitig bleibt der Fußball anfällig für Überraschungen. Fitness, Turnierform, Teamstruktur und Spielglück lassen sich nicht vollständig in Marktwerten abbilden.

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Špela Mikuš

Špela Mikuš ist Journalistin bei Finance.si, einem slowenischen Wirtschaftsmedium aus dem Bonnier-Konzern.
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