Unternehmen

Deutsche Maschinenbauer schwach in Schwellenländern

Lesezeit: 1 min
02.06.2014 11:34
Deutsche Maschinenbauer sehen sich mit einer schwachen Nachfrage aus Nicht-Euro-Ländern konfrontiert. Besonders die Bestellungen aus Russland, Brasilien, China und Indien waren rückläufig. Von Februar bis April sanken die Auslandsaufträge um 7 Prozent.
Deutsche Maschinenbauer schwach in Schwellenländern

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die anhaltend schwache Nachfrage in Nicht-Euro-Ländern setzt den deutschen Maschinenbauern zu. Im April sanken die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau um ein Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. Während das Inlandsgeschäft um acht Prozent zulegte, sank der Auftragseingang aus dem Ausland um vier Prozent.

„Im April gaben in den Maschinenbauunternehmen eindeutig die inländischen Kunden den Ton an“, sagte VDMA-Experte Ralph Wiechers. Der Zuwachs der Bestellungen habe für einen spürbaren Schub gesorgt und der Kurve des Inlandsorders zum lange erwarteten Richtungswechsel verholfen.

Auch die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern seien vielversprechend. Zwar hätten sie mit einem Minus von einem Prozent das Vorjahresergebnis nochmals knapp verfehlt. „Doch auch hier deutet sich eine Trendwende ins Positive an“, so Wiechers. Die Nachfrage in Nicht-Euro-Ländern sei dagegen um fünf Prozent gesunken. „Am enttäuschendsten verliefen die Geschäfte in Russland, gefolgt von Brasilien, China und Indien“, sagte Wiechers der Nachrichtenagentur Reuters.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Februar bis April 2014 sanken die Orders im Vorjahresvergleich um vier Prozent. Die Inlandsaufträge kletterten um fünf Prozent, die Auslandsaufträge sanken um sieben Prozent.

Trotz des Auf und Abs beim Auftragseingang der vergangenen Monate erwartet die Branche - zu der neben mittelständischen Unternehmen auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp , DMG Mori Seiki (ehemals Gildemeister) oder Gea gehören - 2014 eine um drei Prozent steigende Produktion.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 



DWN
Finanzen
Finanzen Nie zuvor sind die Zinsen so schnell gestiegen

Die globalen Zentralbanken haben die Zinssätze in einem noch nie dagewesenen Ausmaß angehoben - weitgehend ohne Koordination. Die Folgen...

DWN
Politik
Politik Putin verkündet „vier neue Regionen in Russland“

Präsident Putin hat den Anschluss von Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson an Russland verkündet. Die Ukraine hat indes ihre...

DWN
Politik
Politik EU beschließt Gewinn-Abschöpfung bei Stromproduzenten

Die EU hat die Abschöpfung von sogenannten Zufallsgewinnen bei Stromerzeugern und Ölkonzernen beschlossen. Eine Gaspreisbremse wird von...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation in der Eurozone erstmals zweistellig

Wegen deutlich höherer Energiekosten ist die Inflationsrate im Euro-Raum auf 10 Prozent gestiegen. Nun wird von der EZB ein erneuter...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Globale Finanzmärkte knicken ein, Weltwirtschaft wird folgen

Die globalen Finanzmärkte verzeichnen derzeit die größte Korrektur seit der Finanzkrise. Der Einbruch der Weltwirtschaft deutet sich...

DWN
Politik
Politik Sieg für Erdogan: Schweden genehmigt Waffenexporte an Türkei

Schweden macht den Weg frei für die Wiederaufnahme von Waffenexporten an die Türkei. Dies war eine von Erdogans Bedingung für den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelbranche: Machtkämpfe gehen weiter

Die Preisdebatten zwischen Händlern und Herstellern verschärfen sich zusehends und werden immer häufiger in der Öffentlichkeit...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleger zittern vor drohender Winter-Rezession

Ein Ende der drastischen Zinserhöhungen ist nicht in Sicht und die hohen Energiepreise dämpfen deutsche Industrieproduktion. Anleger...