Gegen Überwachung: Halskette schützt vor heimlichen Foto-Aufnahmen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
20.05.2015 12:16
Ein kleines Gadget soll künftig davor schützen, heimlich fotografiert zu werden. Der Detektor wird als Halskette getragen und erkennt, wenn Kameralinsen auf ihn gerichtet werden. Ein Infrarot-Blitz macht das Gesicht des Trägers auf Fotos unkenntlich.
Gegen Überwachung: Halskette schützt vor heimlichen Foto-Aufnahmen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Benutzer des Snapchat.I.R.L. trägt das Gerät entweder an einer Kette oder als Stecker an der Vorderseite der Kleidung. Dieses kombiniert Rechenleistung, Infrarot-Sensor-Dioden und Infrarot-Empfänger. Das Gerät reagiert auf Blitzlicht, das dem Öffnen des Objektivs beim Fotografieren vorausgeht. Es scannt zudem die Umgebung nach Autofocus-Impulsen ab – oder wahlweise nach der Anwesenheit von Kamera-Linsen allgemein. Als Antwort auf jegliche fotografische Bedrohung feuert es gezielte Infrarot-Lichtstrahlen ab, die das Gesicht des Trägers von der Kamera abschirmen. Der Benutzer kann bestimmte Kameras und ihre Blitzmuster über eine Whitelist genehmigen und von den Abwehrmaßnahmen ausnehmen.

Das so genannte Snapchat IRL wurde vom US-Start-up Argo entworfen. Die Designer haben sich zur Aufgabe gemacht, Technologien so weit zu durchdenken, dass sie quasi als fertige Entwürfe dienen, die nur noch in die technische Realität umgesetzt werden müssen - wenn sich ein interessierter Investor findet. In diesem Fall heißt das Gerät Snapchat IRL, in Anlehnung an die erfolgreiche App, mit der Fotos versendet werden, die sich nach kurzer Zeit selbst löschen. Auf die gleiche Weise wie diese App der digitalen Selfie-Jugendkultur eine Dosis Privatsphäre für unbeschwerte soziale Kontakte zurückgab, soll das tragbare Gerät diese Unbeschwertheit ins analoge Leben zurückbringen – IRL steht für „In Real Life - im wirklichen Leben“.

Das Gerät soll es so erlauben, sich unbeschwert in einem sozialen Umfeld zu bewegen, ohne Angst haben zu müssen, dass unerlaubt Fotos oder digitale Ton- oder Bild-Aufnahmen von einem angefertigt werden.

Das ist längst nicht nur für Stars und Paparazzi von Bedeutung: Mit der zunehmenden staatlichen Überwachung formiert sich  eine neue Industrie, die sich der Rückgewinnung der Privatsphäre für Bürger im Alltag widmet. Entwickler programmieren Apps, mit denen die Bürger ihre Regierungen zurücküberwachen können. Hacker liefern sich einen Wettlauf um immer neue Verschlüsselungsmethoden gegen staatliche Spähprogramme. Und Künstler und Designer entwickeln Mode, die die Träger gegen die digitale Kontrolle abschirmt.

Neben Bilder haben sich die Snapchat-IRL-Designer auch eine Lösung für einmalige Ton-Botschaften ausgedacht: Über das Mikrofon kann der Träger einer anderen Person, die ebenfalls ein Snapchat.I.R.L trägt, via Mikrofon eine Audio-Nachricht senden. Die Übertragung erfolgt über Infrarot und kodiert. Ist sie einmal abgespielt, ist sie weg – danach gibt es keinerlei digitale Aufzeichnung der Nachricht mehr.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Unser Angebot für Sie: DWN testen und alle Artikel frei lesen für nur 1€!

Überzeugen Sie sich und bekommen Sie unbegrenzten Zugriff für nur 1€!

DWN
Panorama
Panorama "Friedliche Koexistenz": Wie Mensch und Virus voneinander profitieren

Zurück zur Natur: Das ist die Antwort von Wolf-Dieter Storl auf die Corona-Krise. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten haben den...

DWN
Deutschland
Deutschland EU-Kommission arbeitet schon seit 2018 an einem EU-weiten Impfpass

Der jüngste Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für einen Immunitätsausweis muss vor dem Hintergrund der strategischen Pläne...

DWN
Deutschland
Deutschland Wagenknecht bezweifelt Unabhängigkeit von Corona-Experten

Die ehemalige Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, bezweifelt, dass Wissenschaftler und Experten, die sich zum Corona-Virus...

DWN
Politik
Politik Was ist in den USA los? Dreimal mehr Corona-Tote bei Afro-Amerikanern als bei Weißen

In den USA sterben Afro-Amerikaner mehr als dreimal so häufig wie Weiße. Wobei in den USA Menschen aus Europa, Nordafrika und dem Nahen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Saudis dürfen amerikanischen Öl-Markt fluten - aber Trump erwartet Gegenleistung

Die US-Regierung hat den Saudis erlaubt, große Mengen an Öl auf den US-Markt zu bringen.

DWN
Politik
Politik Bürger gegen Bürger: Italien heuert zehntausende Spitzel an, um Abstandsregeln zu überwachen

Während die italienische Regierung zehntausende „Freiwillige“ anheuert, welche das Verhalten ihrer Mitbürger überwachen sollen,...

DWN
Politik
Politik Überfälle auf türkische Schiffe geplant: UN enttarnen Söldner im Libyen-Konflikt

Private Söldner-Firmen sollen laut einem vertraulichen UN-Bericht den libyschen Söldner-General Haftar unterstützen. Der Bericht macht...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbanken als Marionetten: Der Puppenspieler heißt BlackRock

BlackRock hat sich zur gewaltigsten Finanzmacht der Welt emporgeschwungen. Doch der Hedgefonds hat sich noch weitere Ziele gesetzt - welche...

DWN
Finanzen
Finanzen Federal Reserve kauft Firmenanleihen – und die ersten Papiere kommen bereits unter die Räder

Ermutigt von den immer weitreichenderen Interventionen der US-Zentralbank haben in den vergangenen Wochen zahlreiche angeschlagene...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Seidenstraßen-Fonds erwirbt Anteile an saudi-arabischen Energiekonzern

Der chinesische Seidenstraßen-Fonds hat einen wichtigen Anteil an einem saudi-arabischen Energiekonzern erworben.

DWN
Politik
Politik Corona: Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert

Die Kontaktbeschränkungen im Verlauf der Corona-Pandemie werden bis zum 29. Juni verlängert.

DWN
Politik
Politik Teurer Spaziergang: Familie muss 1000 Euro Corona-Strafe zahlen

Eine Familie aus Stuttgart musste eine Corona-Strafe von 1.000 Euro zahlen, weil sie die Abstands-Regeln nicht eingehalten haben soll.

DWN
Deutschland
Deutschland DWN SPEZIAL - Jens Spahn analysiert: Wie Deutschland das Corona-Virus eingedämmt hat

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) legt seine Sichtweise der Corona-Pandemie in Deutschland dar.

DWN
Finanzen
Finanzen Risse im Rentensystem: Defizite steigen, Steuereinnahmen brechen weg, Merkel tritt die Flucht nach vorne an

Das ohnehin angeschlagene gesetzliche Rentensystem droht infolge der Corona-Pandemie in Schieflage zu geraten. Die für Juli geplanten...

celtra_fin_Interscroller