Kapital-Abzug und sinkende Exporte: Yuan schmiert ab

Anleger sehen in der jüngsten Abwertung des Yuan einen Beleg für die schwächelnde Konjunktur in China. Nach dem jahrelangen Boom steuert das Land 2015 auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Neben der Währung brechen auch die Exporte ein.

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Der Yuan steht auch zu Wochenbeginn unter Abwertungsdruck. Ein Dollar kletterte um bis zu 0,2 Prozent auf ein frisches Viereinhalb-Jahres-Hoch von 6,4665 Yuan. Den Referenzkurs hatte die chinesische Landeswährung zuvor bei 6,4495 Yuan festgelegt. Die chinesische Landeswährung ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten.

Viele Anleger sehen in der jüngsten Abwertung des Yuan einen Beleg für die schwächelnde Konjunktur der Volksrepublik. Nach dem jahrelangen Boom steuert China 2015 auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu. Die Regierung peilt ein Plus von sieben Prozent an – nach 7,3 Prozent im Vorjahr. In den kommenden Jahren soll das Wachstum dann bei 6,5 Prozent liegen.

Zudem ist China durch sinkende Exporte atärker als zuletzt erwartet betroffen. China macht besonders die sinkende Nachfrage aus der EU zu schaffen. Doch auch die Importe gehen den 13. Monat in Folge zurück. Die von China ausgehende Wirschaftsverlangsamung könnte eine globale Rezession auslösen.

Am Wochenende hatte China einen neuen Währungsindex vorgestellt, der den Wert des Yuan künftig gegenüber einem Korb aus verschiedenen Währungen messen soll. Bislang wird der Yuan-Wechselkurs vor allem mit dem Dollar verglichen. Dieser Schritt sei als Signal interpretiert worden, dass die chinesische Währung gegenüber dem Dollar weiter abgewertet werden soll.

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