Politik

Frankreich: Schwere Ausschreitungen in Paris

Lesezeit: 1 min
16.04.2016 09:53
Bei nächtlichen Protesten der Bewegung „Nuit debout“ ist es in Frankreich erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Einige Demonstranten bewarfen die Polizei mit Flaschen und Plastiksteinen, zündeten Mülleimer an. 22 Menschen wurden daraufhin festgenommen.
Frankreich: Schwere Ausschreitungen in Paris

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wegen Randalen und Angriffen auf die Polizei im Zentrum der französischen Hauptstadt seien in der Nacht zu Samstag 22 Menschen festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Am Abend hätten zunächst 3000 Menschen friedlich auf dem Place de la République demonstriert, doch sei es später zu Ausschreitungen gekommen.

Nach Angaben der Polizei schoben rund hundert Menschen am frühen Morgen Mülltonnen zusammen und steckten Paletten und Abfall in Brand. Zudem hätten sie die Polizei mit Flaschen, Dosen und Pflastersteinen beworfen. Die Ordnungskräfte hätten daraufhin Tränengas eingesetzt und die Menge vom Platz verdrängt, erklärte die Polizei. Doch hätten die Randalierer anschließend zwei Bankfilialen und eine Baustelle beschädigt.

Die Polizei rief die Organisatoren der Proteste auf, künftig dafür zu sorgen, dass die Zeiten und die Modalitäten der angemeldeten Demonstrationen eingehalten würden. Innenminister Bernard Cazeneuve hatte nach ähnlichen Ausschreitungen bei Protesten der „Nuit debout“-Bewegung in der Nacht zu Freitag gewarnt, die Verantwortlichen für die Gewalt würden „unermüdlich festgenommen und zur Rechenschaft gezogen“.

Seit Wochen gibt es in Frankreich Proteste gegen die geplante Reform des Arbeitsrechts, die unter anderem die Lockerung des Kündigungsschutzes und die Aufweichung der 35-Stunden-Woche vorsieht. In dem Zuge entstand Ende März auch die Bewegung „Nuit debout“, die seitdem jeden Abend in Paris und anderen Städten teils tausende Demonstranten für mehr soziale Gerechtigkeit auf die Straße bringt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik „Das Bündnis Sahra Wagenknecht gefährdet die Linkspartei in ihrer Existenz“
24.02.2024

Eine neue Figur ist auf das politische Schachbrett gekommen: das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Wie diese neue Partei die politischen...

DWN
Finanzen
Finanzen EU-Vermögensregister und Bargeldbeschränkungen: Risiko für Anleger
23.02.2024

Das EU-Vermögensregister gehört derzeit zu den größten Risiken für Anleger. Daher ist es wichtig, sich jetzt zu überlegen, wie man...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die deutsche Wirtschaftskrise ist eine Chance für Start-ups
24.02.2024

Die Berliner Unternehmerin Julia Derndinger spricht im exklusiven DWN-Interview über den aktuellen Zustand der deutschen Gründerszene,...

DWN
Technologie
Technologie Googles KI generiert nach zu viel Diversität keine Bilder von Leuten
24.02.2024

Google lässt seine KI-Software Gemini vorerst keine Bilder von Menschen mehr erzeugen, nachdem sie Nutzern nicht-weiße Nazi-Soldaten und...

DWN
Politik
Politik Dringend: Deutschlands Wirtschaft fordert Steuerreform
24.02.2024

Führende Industrieverbände fordern steuerpolitische Reformen: Sie präsentieren ein Spektrum an Maßnahmen, von der Senkung der...

DWN
Politik
Politik UN-Chef Guterres: Höchste Zeit für Frieden in der Ukraine
24.02.2024

Zwei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat UN-Generalsekretär António Guterres ein Ende der Kämpfe verlangt - und eindringlich vor...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Regeln für den Onlinehandel in der EU - was jetzt zu beachten ist!
24.02.2024

Wer Onlinehandel betreibt, läuft Gefahr, in eine Abmahnfalle zu geraten. Dies kann aus Unwissenheit passieren oder wenn Fehler...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Können Kasachstan und Aserbaidschan russische Energie ersetzen?
23.02.2024

Aserbaidschan und Kasachstan sollen als Folge des Ukrainekrieges zu wichtigen Energieversorgern Deutschlands und der EU werden. Doch wie...