EU will schärfer gegen Steuerberater vorgehen

Die EU-Kommission plant "effektivere Abschreckungsmaßnahmen" gegen Steuerberater. Der Anlass sind die Panama Papers. Die EU vermutet, dass Steuerberater ihre Kunden aktiv beim Auffinden von Steuer-Oasen beraten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Als Konsequenz aus den Enthüllungen der „Panama Papers“ drängt die EU-Kommission die Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu einem schärferen Vorgehen gegen Banken und Steuerberater. Dies geht aus einem Papier der Kommission hervor, das bei einem für Freitag und Samstag angesetzten Treffen der EU-Finanzminister diskutiert werden soll. „Die Panama Papers haben beleuchtet, wie bestimmte europäische Mittelsleute und andere Anbieter von Steuerratschlägen offenbar aktiv ihren Klienten dabei geholfen haben, offshore Geld zu verbergen“, heißt es in dem Schriftstück, über das die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Daher sollten „effektivere Abschreckungsmaßnahmen“ ergriffen werden.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Gruppe der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) haben eine Verschärfung des Kampfes gegen Steuerbetrug, Geldwäsche und Steueroasen angekündigt. Die Veröffentlichung Hunderttausender Dokumente aus einer panamaischen Anwaltskanzlei durch ein internationales Recherche-Netzwerk hat ein Schlaglicht auf Panamas Steuersystem geworfen. Weltweit hatten dort Politiker, Reiche und Prominente anonyme Briefkastenfirmen gegründet. Im Raum steht der Verdacht von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick