Dax verliert deutlich: Bank-Aktien in Europa unter Druck

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
Aktien  
Banken  
Dax  
 
Lesezeit: 1 min
03.05.2016 13:40
Der deutsche Aktienhandel verzeichnete am Dienstag Verluste. Insbesondere Finanztitel verbilligten sich deutlich – der Aktienkurs der Commerzbank sank um rund 10 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsenplätzen führten Banken Liste der Verlierer an.
Dax verliert deutlich: Bank-Aktien in Europa unter Druck
Die Commerzbank-Aktie in der 5-Tages-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Aktien > Banken > Dax >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Aktien  
Banken  
Dax  

Eine Reihe schwacher Firmenbilanzen haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag zugesetzt. Außerdem drückte die anhaltende Stärke des Euro auf die Stimmung, weil die Aufwertung Waren deutscher Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig macht, berichtet Reuters. Der Dax notierte zur Mittagszeit rund 2 Prozent tiefer bei etwa 9.930 Punkten.

Ein kräftiger Rückgang des Überschusses im ersten Quartal drückte Commerzbank-Aktien rund 10 Prozent ins Minus.  Der Gewinn brach in den ersten drei Monaten um gut die Hälfte auf 163 Millionen Euro von 338 Millionen Euro im ersten Quartal 2015 ein, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Vor allem das Rückgrat der Bank, das Geschäft mit dem Mittelstand, und die Investmentbank, mussten heftige Einbußen hinnehmen. Die bisher vom neuen Vorstandschef Martin Zielke geführte Privatkunden-Sparte hielt sich dagegen stabil.

Der Milliardengewinn des Vorjahres ist in weite Ferne gerückt. Nach dem ersten Quartal sei es „deutlich ambitionierter geworden, das Konzernergebnis des Jahres 2015 zu erreichen“, erklärte die Bank. Trotzdem plant sie derzeit mit einer stabilen Dividende von 20 Cent.

Auch andere Finanztitel verzeichneten am Dienstag teilweise hohe Verluste. Die Aktien der Deutschen Bank lagen am Mittag mit rund 5 Prozent im Minus. In der Schweiz gaben die Aktien der Großbank UBS rund 8,5 Prozent ab, jene der Konkurrentin Credit Suisse rund 5,5 Prozent. Auch Titel des Vermögensverwalters Julius Bär sanken um rund 3 Prozent.

In London gaben Titel von HSBC rund 1,3 Prozent ab. Aktien der Royal Bank of Scotland lagen am Mittag fast 5 Prozent im Minus. Die Titel der Barclays Bank gaben rund 3 Prozent ab. In Italien lagen UniCredit mit rund 5 Prozent im Minus, Titel von Intesa Sanpaolo verbilligten sich um rund 3 Prozent. In Frankreich stiegen die Kurse von BNP Paribas gegen den Trend leicht. Scheine der Societe Generale verbilligten sich dagegen um über 3 Prozent. Credit Agricole sanken um 2,5 Prozent. In Spanien Verlor Banco Santander rund 3,5 Prozent.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


Mehr zum Thema:  
Aktien > Banken > Dax >

DWN
Politik
Politik Brexit - wen kümmert´s? Impressionen aus einem unaufgeregten Land

DWN-Korrespondent Ronald Barazon ist nach Großbritannien gereist, sieht sich im Land um und sucht nach Vorbereitungen der Briten auf den...

DWN
Finanzen
Finanzen Christine Lagarde: Eine Frau will nach oben

Über Christine Lagarde wird ausschließlich im Zusammenhang mit finanzpolitischen Themen berichtet. Die EZB-Chefin steht vor allem in...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Zeitalter der entfesselten Spekulation in der Altersvorsorge hat begonnen

Weil die privaten Altersvorsorge-Systeme keine Rendite mehr erwirtschaften können, erwägt die EU eine komplette Öffnung – auch und...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Sterben der internationalen Banker geht weiter

In den vergangenen Jahren sind mindestens 85 international hochrangige Banker unter seltsamen Umständen ums Leben gekommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Länder setzen bei Waffen auf „Made in USA”

Die meisten EU-Länder decken sich hauptsächlich mit Rüstungsgütern aus den USA ein.

DWN
Politik
Politik Mit der Geduld am Ende: Zehntausende Griechen protestieren gegen Migrationskrise auf den Inseln

Offenbar geht den Griechen auf den von der Migrationskrise betroffenen Insel langsam die Geduld aus. Es kam erstmals zu einem koordinierten...

DWN
Politik
Politik „Würdiger Lebensstandard“: Asylzentren dürfen Gewalttäter nicht rausschmeißen

Einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zufolge dürfen Asylzentren gewalttätige Bewohner nicht ausschließen.

DWN
Deutschland
Deutschland Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

DWN
Deutschland
Deutschland Geplante Tesla-Fabrik in Brandenburg: IG Metall befürchtet Aushebelung von Arbeitnehmerrechten

Es bahnt sich Streit um die neue geplante Großfabrik von Tesla in Brandenburg an: Die Gewerkschaften werfen dem Hersteller vor, das...

DWN
Politik
Politik Iran plant Cyber-Angriffe auf westliche Atomkraftwerke

Der Iran hat bereits eine ganze Reihe wirkungsvoller Cyber-Angriffe im Nahen Osten durchgeführt. Jetzt warnt ein Experte: Auch Ziele in...

DWN
Politik
Politik SPD schließt Sarrazin aus - weil sie keine besseren Argumente hat

Die SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei. Mit den Thesen des umstrittenen Autors setzt sich die Parteiführung nicht auseinander -...

DWN
Deutschland
Deutschland Baden-Württemberg: Mann erschießt sechs Familienmitglieder

Nach Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs hat die Polizei bestätigt, dass sechs Menschen ums Leben gekommen sind.

DWN
Politik
Politik Deutschland setzt aktive Rolle im Libyen-Konflikt fort: Maas nimmt an Friedens-Gipfel in Algerien teil

In Algerien fand ein Libyen-Gipfel unter Beteiligung von sechs afrikanischen Staaten statt. Außenminister Heiko Maas reiste zum Gipfel, um...

celtra_fin_Interscroller