Trump-Gegner: Keine Anzeichen für Revolte bei Wahlmännern

Vor der offiziellen Kür des nächsten US-Präsidenten am Montag haben Zehntausende Menschen das entscheidende Gremium der Wahlleute beschworen, Donald Trump noch zu verhindern.

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Die Wahlmänner stimmen am Montag über Trump als nächsten Präsidenten ab. Seine Gegner haben in den vergangenen Wochen noch einmal mobil gemacht und die Wahlmänner mit tausenden Emails bestürmt, gegen Trump zu stimmen.

Doch die massiven Kampagnen scheinen eher das Gegenteil bewirkt zu haben: Harvrad-Professor Lawrence Lessig, der noch vor einigen Tagen durchaus zuversichtlich war, genug Wahlmänner gegen Trump mobilisieren zu können, sagte bei Aaron Kleins Radio-Show, dass er nicht glaube, dass es zu einem Umsturz reichen werde.

Allerdings ist nicht klar, in wieweit Geheimdienste und Demokraten finanzielle Anreize bieten können, um Wahlmänner von der Notwendigkeit der Rettung der Demokratie in Amerika zu überzeugen.

Viele der 538 Männer und Frauen im so genannten Electoral College, die in den einzelnen Bundesstaaten ihre Stimmen abgeben, berichteten von einer wahren Flut von E-Mails und Telefonaten. Außerdem unterzeichneten fast fünf Millionen Menschen eine Online-Petition – was eigentlich enttäuschend ist, wenn man bedenkt, dass die Organisatoren mit schwersten rhetorischen Geschütz aufgefahren waren und das Ende der US-Verfassung vorhersagen, wenn Trump gewählt wird.

Traditionell stimmen die Wahlleute entsprechend dem Ergebnis in ihren Bundesstaaten. Trump ist bei Wahl auf eine satte Mehrheit von 306 Wahlleute-Stimmen gekommen – ein ausreichendes Polster auch in dem Fall, dass unerwartet gleich mehrere Wahlleute abspringen.

Der Kongress wird das Resultat des Wahlleute-Votums offiziell am 6. Januar verkünden. Der neue Präsident wird am 20. Januar vereidigt.

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