Trump-Politik wird zum Problem für deutsche Industrie

Der Verzicht von Ford auf Werk in Mexiko stellt ein Risiko für den deutschen Anlagenbauer Dürr da. Analysten setzen die Aktien des Unternehmens daher auf die Verkaufsliste.

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Mitarbeiter von Dürr im Werk Bietigheim-Bissingen. (Foto: dpa)

Mitarbeiter von Dürr im Werk Bietigheim-Bissingen. (Foto: dpa)

Der Verzicht des US-Autobauers Ford auf ein neues Werk in Mexiko könnte nach Einschätzung des Bankhauses Metzler negative Folgen für den Anlagenbauer Dürr haben. Da der MDax-Konzern zu den präferierten Zulieferern von Ford zählen dürfte, bestehe das Risiko negativer Auswirkungen möglicher Auftragsstornierungen, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer Studie vom Donnerstag laut dpa-AFX. Ford hatte eine Milliarden-Investition gestoppt, weil der designierte US-Präsident Donald Trump dem Unternehmen mit Strafzöllen gedroht hatte.

Wegen der gestiegenen kurzfristigen Risiken stufte der Experte die Dürr-Aktie um gleich zwei Stufen von „Buy“ auf „Sell“ ab. Er reduzierte zudem seine Schätzungen und senkte das Kursziel von 84 auf 64 (Kurs: 74,58) Euro. Zudem werde er insgesamt vorsichtiger, da auch anderer Autobauer Investitionen verschieben könnten.

Dürr dürfte bei einer Auftragsstornierung zwar eine Kompensation durch eine Entschädigungszahlung sowie mittelfristig neue Aufträge erhalten. Allerdings müsse dieses Auftragsvolumen nicht zwangsläufig einen aktuellen Ausfall ausgleichen. Das werde auch angesichts des Alternativplans von Ford deutlich.

So sollen statt der 1,6 Milliarden US-Dollar teuren Fabrik in Mexiko nun 700 Millionen Dollar in eine bestehende Fertigungsstätte von Ford in Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan investiert werden./mis/gl/stb

Bei der Einstufung „Sell“ rechnen die Analysten des Bankhauses Metzler auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Kursverlust.

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