Politik

Türkei verurteilt erste Offiziere wegen Putsch-Versuch

Lesezeit: 1 min
05.01.2017 17:33
In der Türkei wurden die ersten zwei Offiziere wegen des Putsch-Versuchs vom 15. Juli zu lebenslanger Haft verurteilt.
Türkei verurteilt erste Offiziere wegen Putsch-Versuch

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Türkei  
Militär  

Erstmals seit der Niederschlagung des Putsches in der Türkei Mitte Juli sind zwei Offiziere zu Gefängnisstrafen wegen des Umsturzversuchs verurteilt worden, berichtet die dpa. Das zweite schwere Strafgericht in der osttürkischen Stadt Erzurum habe die beiden Offiziere am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt, meldet die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Angeklagten hätten die Vorwürfe bestritten. Nach einem Bericht von NTV soll es sich bei den Verurteilten um Oberst Murat Koçak und Oberst Murat Yılmaz handeln.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, die Militärs seien schuldig befunden worden, „durch Gewaltanwendung die von der Verfassung vorgesehene Ordnung“ aufheben zu wollen.

Die türkische Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli vergangenen Jahres verantwortlich. Der Umsturzversuch aus den Reihen des Militärs forderte nach Regierungsangaben mindestens 246 Todesopfer. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation. Haberler berichtet, dass die beiden Offiziere zudem wegen ihrer Mitgliedschaft bei der Gülen-Bewegung verurteilt wurden, in der sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft „führende Rollen“ innehaben.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Gülen-Bewegung ordnete die Staatsanwaltschaft in Istanbul am Donnerstag die Festnahme von 380 Geschäftsleuten an, wie Anadolu berichtete. 110 der Verdächtigen seien im Ausland. Das Gericht habe außerdem die Durchsuchung der Wohnungen und Büros der Verdächtigen beschlossen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Europawahl und die AfD: Unternehmen äußern wirtschaftliche Bedenken
22.05.2024

Neue IW-Studie: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen lehnt die AfD deutlich ab. Sie sind besorgt über den Wirtschaftsstandort...

DWN
Politik
Politik Erobert die AfD die Rathäuser? Thüringer Kommunalwahl als Testfall
22.05.2024

Die Thüringer entscheiden am Sonntag über die Besetzung von Rathäusern, Landratsämtern und Kommunalparlamenten. Bringt sich die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Euro 2024: Public Viewings für Unternehmer und Veranstalter – was gibt es zu beachten?
22.05.2024

Die UEFA-Fußball Europameisterschaft (EM) 2024 steht vor der Tür und viele Unternehmen bereiten sich auf spannende Public Viewings bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rene Benko im U-Ausschuss: Der Signa-Gründer und die Politik
22.05.2024

Wurde der Galeria- und KaDeWe-Investor politisch begünstigt? Dazu werden im Parlament viele Fragen, aber wenige Antworten erwartet. Denn...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Militärhilfen: Weitere 3,8 Milliarden Euro fordert Verteidigungsminister Pistorius
22.05.2024

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine geht seit mehr als zwei Jahren ungehindert weiter. Massive tagtägliche Angriffe, wie gerade auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Russische Devisenreserven abgeschöpft: EU will Zinsen für Ukraine-Hilfen verwenden
21.05.2024

Nun ist es amtlich: Nach langer Diskussion haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, die milliardenschweren Zinserträge des eingefrorenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
21.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...