Blamage für die EU: Griechenland bittet Weltbank um Hilfe

Griechenland rutscht immer weiter auf das Niveau eines Entwicklungslandes und hat folgerichtig die Weltbank um einen Kredit gebeten. Der Vorgang ist eine Blamage für die EU, die nicht in der Lage ist, ihren Mitgliedsstaaten wirksam zu helfen.

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Der griechische Premier Alexis Tsipras mit EU-Präsident Martin Schulz in Athen. Griechenland bittet die Weltbank um finanzielle Hilfe. (Foto: dpa)

Der griechische Premier Alexis Tsipras mit EU-Präsident Martin Schulz in Athen. (Foto: dpa)

Die griechische Regierung hat die Weltbank um finanzielle Hilfe gebeten. Dies berichtet das Magazin Politico. Demnach versuche Athen, einen Kredit im Umfang von 3 Milliarden Dollar zu erhalten. Wird der Anfrage stattgegeben, dürfte sich die ohnehin desolate Situation des Landes noch verkomplizieren, weil die Schulden weiter steigen und ein neuer Gläubiger hinzukommt.

„Die Regierung von Griechenland hat die Weltbank um technische und finanzielle Hilfe gebeten, um drängende Probleme wie die Arbeitslosigkeit, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und soziale Sicherheit anzugehen“, wird eine Sprecherin der Washingtoner Institution zitiert.

Derzeit verhandelt die griechische Regierung unter Premierminister Alexis Tsipras mit der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und dem Europäischen Stabilitätsmechanismus um die Sparmaßnahmen, welche die Auszahlung der nächsten Tranche des Kreditprogramms im Gesamtumfang von 86 Milliarden Euro ermöglichen würde.

Der andauernde Streit zwischen der EU-Kommission und dem IWF um die richtige Strategie könnte dazu führen, dass der IWF aus dem Programm aussteigen wird. Der IWF fordert einen Schuldenschnitt für Griechenland, wohingegen die Kommission und die Bundesregierung weiterhin auf Kredite und Austerität setzen. Einem EU-Beamten zufolge seien die bisherigen Gläubiger von dem Vorstoß Athens „nicht allzu glücklich“, schreibt Politico.

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