Bundesregierung bereitet Gebäude-Schutz gegen nukleare Angriffe vor

Die Bundesregierung bereitet den Schutz ihrer Gebäude gegen chemische, radiologische und nukleare Angriffe vor.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Bundeskanzlerin Angela Merkel am 11.05.2017 in Heidenheim an der Brenz. Der Schutz der Gebäude vor nuklearen Angriffen ist ein aktuelles Thema der Bundesregierung. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel am 11.05.2017 in Heidenheim an der Brenz. (Foto: dpa)

+++Werbung+++

Die Bundesregierung will laut AFP ihre eigenen Gebäude besser gegen mögliche Angriffe schützen. In einem Konzept des Bundesinnenministeriums, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren, geht es um den Schutz von Fassaden, Fenstern, Ventilatoren und Klimaanlagen, aber auch von Kommunikationskanälen, der Wasser- und Energieversorgung.

Laut dem Bericht betrifft das „Konzept zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen im Spannungs- und Verteidigungsfall“ alle Bundesministerien und deren nachgeordnete Behörden. Begründet werden die Empfehlungen mit der „deutlich veränderten“ Sicherheitslage und den damit verbundenen Herausforderungen an Staat und Verwaltung.

Das Bundesinnenministerium empfiehlt demnach den Bundesbehörden, bauliche Maßnahmen zu ergreifen, „beispielsweise eine Härtung der Außenfassade sowie besonders sensibler und schützenswerter Bereiche“. Verglasungen sollen ebenso überprüft werden wie Zugangssicherungen.

Insbesondere seien Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Bedrohungen (CBRN-Schutz) zu prüfen, „beispielsweise Vorrichtungen zur automatischen Abschaltung von Ventilatoren und Klimaanlagen sowie die Installation entsprechender Filtersysteme innerhalb der Gebäude“.

Hervorgehoben werde auch die „Sicherstellung der Kommunikation über alle Kanäle“, die Versorgung mit Energie und Wasser, mit Wärme oder Kühlung. Die Behörden würden zudem aufgefordert, ihre Maßnahmen im Arbeits- und Brandschutz „gegebenenfalls unter Berücksichtigung kriegsbedingter Szenarien zu verstärken“, berichten die Zeitungen.

Als Bedrohungsszenarien werden demnach in dem Konzept aufgeführt: der Einsatz konventioneller Waffen; der Einsatz chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Wirkstoffe; der Einsatz von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen; Cyber-Angriffe; der Ausfall oder die Störung von kritischen Infrastrukturen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick