Zukunftstrend: Von der Konkurrenz zum Kooperationswettbewerb

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
23.06.2017 07:28
Gerade im Zukunftsfeld der e-Mobilität und künftiger Smart-Cars kommt es nicht mehr ausschließlich auf Konkurrenz an, sondern auf eine Dualität aus Kooperation und Wettbewerb, um gemeinsam innovative Technologien zu entwickeln und gegenseitig davon zu profitieren.
Zukunftstrend: Von der Konkurrenz zum Kooperationswettbewerb

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bislang galt das Motto: „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Das neue Stichwort lautet dagegen: Coopetition. Es leitet sich aus dem Englischen ab, ist zusammengesetzt aus cooperation (Kooperation) und competition (Wettbewerb) und definiert somit die Dualität, also von eigentlich gegensätzlichem wirtschaftlichem Verhalten von Konkurrenz und Kooperation auf Märkten. Laut der Grundtheorie müssen Unternehmen zwar nicht explizit zusammenarbeiten, die Marktteilnehmer beeinflussen sich jedoch gegenseitig.

Bei der Entwicklung der neuen Technologien kommt es jedoch nicht nur auf die gegenseitige Beeinflussung an. Denn die gab es ja schon immer. Fakt ist: auf die Automobilbranche kommen ganz neue Herausforderungen zu. Die vernetzte Welt ist im Kommen, auch in der Automobil-Industrie. Das betrifft nicht nur die Hersteller selbst, was die künftigen Smart-Cars anbetrifft, oder die „Connected Cars“, sondern beispielsweise auch neue Abrechnungssysteme bei Ladesystemen. Auf Dauer lässt sich eine einheitliche Nutzungsstruktur in der e-Mobilität nicht vermeiden. „Wer Kunden zumutet, etliche E-Tankkarten besitzen zu müssen, um tatsächlich flächendeckend an Strom für das Fahrzeug zu kommen, wird im Mobilitätsmarkt von morgen untergehen“, heißt es auf der Website des Zukunftsinstituts.

Die vernetzte Auto-Welt im Kontext mit der e-Mobilität ist bereits jetzt geprägt von „Coopetition“. Start-up wie auch große und kleinere Unternehmen treten neuerdings in einen Kooperations-Wettbewerb, um gemeinsam innovative Technologien zu entwickeln und gegenseitig davon zu profitieren. Kurzum: die Zeiten der ausschließlichen Konkurrenz sind vorbei. Wer den Trend nicht verpassen will gewinnt mit smarten Kooperationen – und zwar auch mit der Konkurrenz.

„Wie sie funktionieren kann, zeigte die Zusammenarbeit der Autohersteller Volkswagen und Ford. Auf die anfängliche Kooperation bei der Fahrzeugentwicklung folgte eine getrennte Vermarktung als VW Sharan bzw. Seat Alhambra einerseits und andererseits als Ford Galaxy“, wurde vom Zukunftsinstitut kolportiert.

Zusammenarbeit gibt es auch zwischen dem Technologie-Unternehmen Bosch als auch ZF Friedrichshafen und Volkswagen, die sich im Softwarebereich mit der Chiphersteller-Branche durch Beteiligungen und Kooperation zusammenschließen.

„Deutschlands drittgrößter Automobilzulieferer kooperiert strategisch mit Hella bei Kamerasystemen und Bilderkennung sowie Radarsensoren. Bei letzterem wird die Kooperation zum Komplettanbieter für Nah- bis Fernbereich und 360 Grad“, berichtet das Handelsblatt. „Die Form der Zusammenarbeit ist neu. Keine Kapitalbeteiligungen und keine Joint-Venture-Struktur. ‚Wir sind so schneller. Auch im Silicon Valley funktionieren moderne Innovationen so‘, sagt ZF-Chef Stefan Sommer.

Der Trend bei den Zukunftstechnologien geht also eindeutig in Richtung Kooperation zwischen verschiedenen Branchen und wird so zum Erfolgsfaktor.



DWN
Politik
Politik Brexit - wen kümmert´s? Impressionen aus einem unaufgeregten Land

DWN-Korrespondent Ronald Barazon ist nach Großbritannien gereist, sieht sich im Land um und sucht nach Vorbereitungen der Briten auf den...

DWN
Finanzen
Finanzen Christine Lagarde: Eine Frau will nach oben

Über Christine Lagarde wird ausschließlich im Zusammenhang mit finanzpolitischen Themen berichtet. Die EZB-Chefin steht vor allem in...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Zeitalter der entfesselten Spekulation in der Altersvorsorge hat begonnen

Weil die privaten Altersvorsorge-Systeme keine Rendite mehr erwirtschaften können, erwägt die EU eine komplette Öffnung – auch und...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Sterben der internationalen Banker geht weiter

In den vergangenen Jahren sind mindestens 85 international hochrangige Banker unter seltsamen Umständen ums Leben gekommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Länder setzen bei Waffen auf „Made in USA”

Die meisten EU-Länder decken sich hauptsächlich mit Rüstungsgütern aus den USA ein.

DWN
Politik
Politik Mit der Geduld am Ende: Zehntausende Griechen protestieren gegen Migrationskrise auf den Inseln

Offenbar geht den Griechen auf den von der Migrationskrise betroffenen Insel langsam die Geduld aus. Es kam erstmals zu einem koordinierten...

DWN
Politik
Politik „Würdiger Lebensstandard“: Asylzentren dürfen Gewalttäter nicht rausschmeißen

Einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zufolge dürfen Asylzentren gewalttätige Bewohner nicht ausschließen.

DWN
Deutschland
Deutschland Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

DWN
Deutschland
Deutschland Geplante Tesla-Fabrik in Brandenburg: IG Metall befürchtet Aushebelung von Arbeitnehmerrechten

Es bahnt sich Streit um die neue geplante Großfabrik von Tesla in Brandenburg an: Die Gewerkschaften werfen dem Hersteller vor, das...

DWN
Politik
Politik Iran plant Cyber-Angriffe auf westliche Atomkraftwerke

Der Iran hat bereits eine ganze Reihe wirkungsvoller Cyber-Angriffe im Nahen Osten durchgeführt. Jetzt warnt ein Experte: Auch Ziele in...

DWN
Politik
Politik SPD schließt Sarrazin aus - weil sie keine besseren Argumente hat

Die SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei. Mit den Thesen des umstrittenen Autors setzt sich die Parteiführung nicht auseinander -...

DWN
Deutschland
Deutschland Baden-Württemberg: Mann erschießt sechs Familienmitglieder

Nach Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs hat die Polizei bestätigt, dass sechs Menschen ums Leben gekommen sind.

DWN
Politik
Politik Deutschland setzt aktive Rolle im Libyen-Konflikt fort: Maas nimmt an Friedens-Gipfel in Algerien teil

In Algerien fand ein Libyen-Gipfel unter Beteiligung von sechs afrikanischen Staaten statt. Außenminister Heiko Maas reiste zum Gipfel, um...

celtra_fin_Interscroller