China schränkt Export von Wolfram ein

Die chinesische Regierung schränkt den Export des für die europäische Wirtschaft wichtigen Metalls Wolfram ein.

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Im Tagebau Ganxian werden seltene Erden und auch Wolfram gefördert. (Foto: dpa)

Im Tagebau Ganxian werden seltene Erden gefördert. (Foto: dpa)

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Die chinesische Regierung schränkt den Export des für die europäische Industrie wichtigen Metalls Wolfram ein. Wie Bloomberg berichtet, habe die Regierung die Unternehmen des Landes in einem Edikt dazu aufgefordert, bereits bestehende Ausfuhrquoten zu respektieren. Andernfalls müssten sie den Betrieb einstellen.

Auf China entfallen rund 80 Prozent der weltweiten Fördermenge von Wolfram. Der größte Abnehmer des Metalls im Westen ist die Autoindustrie, auf die rund ein Viertel der weltweiten Nachfrage entfällt.

Als Folge der staatlichen Ankündigung ist der Preis des Metalls, das beispielsweise zur Härtung von Stahl eingesetzt wird, seit Anfang Juli um über 50 Prozent von etwa 25 US-Dollar je Kilogramm auf aktuell über 40 Euro je Kilogramm gestiegen.

„Die Chinesen versuchen, die Kontrolle über die Wolfram-Produktion zu verschärfen. Dazu haben sie Gründe des Umweltschutzes angeführt, um Minen zu schließen“, wird ein Analyst der Beratungsgesellschaft Argus zitiert.

Viele westliche Industriebetriebe sind auf die Lieferung von chinesischem Wolfram angewiesen und haben in der Vergangenheit entsprechend gereizt auf Exporteinschränkungen reagiert. Die USA hatten im Jahr 2012 eine Beschwerde vor der Welthandelsorganisation WTO gegen ein ähnliches Vorhaben der chinesischen Regierung lanciert. Die EU stuft Wolfram als „kritischen“ Rohstoff ein, während die britische Regierung Wolfram als Metall mit dem höchsten Angebotsrisiko betrachtet, berichtet Bloomberg.

China hat den Export in den vergangenen Jahren bei einem Volumen von 91.300 metrischen Tonnen zu begrenzen versucht, die Quote jedoch häufig deutlich überschritten, weil die Unternehmen mehr ins Ausland verkauften.

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