Griechische Banken platzieren erstmals wieder Anleihen

Griechische Banken nehmen erstmals seit Jahren wieder neue Schulden durch Anleihen auf. Die Papiere könnten von der EZB erworben werden.

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Eine Kundin an einem Geldautomaten der Eurobank. Griechische Banken sind wieder an Anleihen interessiert. (Foto: dpa)

Eine Kundin an einem Geldautomaten der Eurobank. (Foto: dpa)

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Erstmals seit drei Jahren haben griechische Banken wieder Anleihen am Markt verkauft, um neue Schulden aufzunehmen. Nachdem die National Bank of Greece vergangene Woche 750 Millionen Euro durch die Ausgabe dreijähriger Papiere einnahm, bereitet auch die Eurobank die Ausgabe Hypotheken-besicherter Anleihen vor, berichtet die Financial Times. Die Großbanken Barclays, Commerzbank, Goldman Sachs, JP Morgan, NatWest und UBS wurden beauftragt, Käufe für die Papiere zu finden.

Der Anleiheverkauf der National Bank of Greece stieß auf großes Interesse von Investoren, welche der Bank insgesamt mehr als 2 Milliarden Euro angeboten hatten. Damit war die Emission fast dreifach überzeichnet. Der Zinscoupon der Papiere betrug 2,75 Prozent.

Die von der Eurobank geplanten Anleihen könnten ebenso wie jene der National Bank of Greece von der EZB aufgekauft werden. Während die EZB griechische Staatsanleihen im Rahmen ihres Kaufprogramms bislang nicht erwerben darf, ist ihr der Kauf von Unternehmensanleihen auf dem Primär- und Sekundärmarkt erlaubt. Die Anleihen sind Hypotheken-besichert, was bedeutet, dass Gläubiger im Falle eines Zahlungsausfalls der Eurobank mit Hypotheken entschädigt werden. Faule, Hypotheken-besicherte Wertpapiere waren es auch, welche die Finanzkrise im Jahr 2007 ausgelöst hatten.

Die EZB hat bereits einen großen Teil der Hypotheken-besicherten Anleihen im Euroraum in ihre Bücher genommen. Der Financial Times zufolge hält sie entsprechende Papiere im Umfang von 234 Milliarden Euro. Der Gesamtbestand in Euro denominierter Hypotheken-besicherter Anleihen beträgt etwa 900 Milliarden Euro. Zusätzlich dazu hat die EZB Staatsanleihen im Gesamtumfang von derzeit 1,77 Billionen Euro aufgekauft.

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