Gläubiger beraten über Zahlungs-Ausfall Venezuelas

Die Gläubiger Venezuelas beraten über einen möglichen Zahlungsausfall des Landes.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Venezuelas Präsident Nicolas Maduro mit dem Präsidenten der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA, Eulogio del Pino. Die Gläubiger des hochverschuldeten Landes diskutieren einen Zahlungs-Ausfall. (Foto: dpa)

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro mit dem Präsidenten der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA, Eulogio del Pino. (Foto: dpa)

Venezuela muss bis Montag Schulden in Milliardenhöhe zurückzahlen – ansonsten droht der Staatsbankrott. In New York will eine Gruppe von Gläubigern ab 18.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit darüber beraten, ob eine überfällige Rückzahlung von knapp 1,2 Milliarden Dollar auf eine vom staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA ausgegebene Anleihe als Zahlungs-Ausfall gewertet wird, berichtet Reuters.

Ebenfalls für Montag berief die venezolanische Regierung die Gläubiger zu einer Konferenz in die Hauptstadt Caracas ein, um über eine Umschuldung zu verhandeln. Ein Großteil der Gläubiger des Landes sitzt allerdings in den USA und Kanada und wird vermutlich nicht kommen. In Brüssel wollen die Außenminister der Europäischen Union am Montag offiziell Strafmaßnahmen gegen Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beschließen. Auch der UN-Sicherheitsrat will über die Krise in Venezuela beraten.

Russland hatte vor wenigen Tagen eine Einigung mit Venezuela bezüglich einer Umstrukturierung der ausstehenden Darlehen erreicht. 

Die EU-Außenminister haben am Montag Sanktionen und ein Waffenembargo gegen Venezuela auf den Weg gebracht. Allerdings verzichteten die Minister bei ihrem Treffen in Brüssel darauf, schon jetzt einzelne Personen auf die Sanktionsliste zu setzen, um Präsident Nicolas Maduro Zeit zur Beruhigung der Lage zu geben und die wirtschaftliche Lage in dem südamerikanischen Land nicht weiter zu verschlechtern. Zur Begründung für die angedrohten Einreiseverbote und Kontensperrungen in der EU verwiesen die Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung auf die Regionalwahlen in Venezuela am 15. Oktober, die trotz zahlreicher Unregelmäßigkeiten angesetzt worden seien.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***