Deutsche Manager scheitern bei Elektroauto-Startup in China

Zwei hochrangige deutsche Manager trennen sich im Streit vom chinesischen Elektroauto-Start-up Faraday.

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Das extrem flache Fahrzeug „FFZERO1“ von Faraday auf der Technik-Messe CES in Las Vegas im Jahr 2016. (Foto: dpa)

Das extrem flache Fahrzeug „FFZERO1“ von Faraday auf der Technik-Messe CES in Las Vegas im Jahr 2016. (Foto: dpa)

Der ehemalige BMW- und Deutsche-Bank-Vorstand Stefan Krause hat das chinesische Elektroauto-Start-up Faraday Future im Streit verlassen. Das Unternehmen erhebt schwere Vorwürfe gegen Krause, berichtet das Finance Magazin.

Erst am 1. März war der Manager als Finanzvorstand beim selbsterklärten Tesla-Herausforderer eingestiegen. Krause war bis 2015 Finanzchef der Deutschen Bank und sollte dem chinesisch-kalifornischen Unternehmen bei der Finanzierung auf die Beine helfen.

Faraday wirft Krause in einer Medienmitteilung Versagen vor, beispielsweise „mögliche Rechtsverletzungen“ und „Amtsuntreue.“ Krauses „fehlende Bereitschaft, sich am Erreichen der Zielsetzungen des Unternehmens zu beteiligen, hat zu erheblichen Schäden für Faraday Future und seinen Investoren geführt“, heißt es in der Mitteilung.

Krause wiederum nannte die Anschuldigungen „haltlos und verleumderisch“. Er habe das Unternehmen aufgrund der chaotischen Zustände verlassen, berichtet das Finance Magazin. Gemeinsam mit Krause hat auch der Technikchef Ulrich Kranz das Unternehmen verlassen. Kranz sollte für das chinesische Start-up eigentlich ein Elektroauto entwickeln, das spätestens 2019 auf den Markt kommen soll.

Faraday Future will ab 2018 Elektroautos produzieren. Hinter der Firma steckt der chinesische Geschäftsmann Jia Yueting, der mit LeEco einen weiteren Entwickler elektrischer und selbstfahrender Autos am Start hat. Um den Internetmilliardär gab es zuletzt des Öfteren Gerüchte über Finanzierungsprobleme bei seinen Aktivitäten.