Schulden der Amerikaner erreichen neue Höchststände

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
09.01.2018 17:21
Die Verschuldung der Amerikaner erreicht einen neuen Höchstwert, die Ersparnisse sind dagegen so gering wie zuletzt vor der Finanzkrise.
Schulden der Amerikaner erreichen neue Höchststände

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Verschuldung der US-Bürger hat einen neuen Höchststand erreicht, der Umfang der Ersparnisse dagegen sinkt und ist derzeit so gering wie im Jahr 2007. Wie aus Daten der US-Zentralbank Federal Reserve hervorgeht, stiegen die gesamten Verbindlichkeiten in den Bereichen Kreditkarten, Auto- und Studentenkredite im November 2017 verglichen mit dem Oktober um 28 Milliarden Dollar auf insgesamt 3,827 Billionen Dollar.

Mit einem Anstieg von 8,8 Prozent verglichen mit November 2016 war dies der höchste Anstieg seit dem Jahr 2001. Die Schulden stiegen damit in etwa viermal so schnell wie die Wirtschaftsleistung der USA im gleichen Zeitraum, berichtet der Finanzblog Zerohedge.

Die Kreditkartenschulden der Amerikaner haben inzwischen ein neues Allzeithoch erreicht. Sie stiegen zwischen Oktober und November um 11,2 Milliarden Dollar auf 1,023 Billionen Dollar. Dies ist nicht nur der höchste jemals von der Fed gemessene Wert, sondern der Anstieg war auch der zweitgrößte jemals gemessene.

Nicht-revolvierende Schulden – hauptsächlich sind dies Studenten- und Autokredite – stiegen im gleichen Zeitraum um 16,8 Milliarden Dollar auf 2,805 Billionen Dollar. Davon entfallen 1,142 Billionen Dollar auf Studentenkredite.

Der Anteil des verfügbaren Einkommens, welcher als Ersparnisse angelegt wurde, erreichte im November mit nur noch 2,9 Prozent den tiefsten Wert seit November 2007. Die geringen Sparquoten haben zur Folge, dass große Teile der amerikanischen Bevölkerung akut von Armut bedroht sind. Verschiedenen Studien zufolge verfügen zwischen einem Drittel und der Hälfte der US-Bürger über praktisch keinerlei Ersparnisse.

Die Verschuldung der Bürger ist für das Wachstum der US-Wirtschaft maßgeblich, weil fast 70 Prozent der Wirtschaftsleistung auf den Binnenkonsum entfallen – welcher zu einem großen Teil über Kredite finanziert wird.

Die Bestrebungen der Federal Reserve, die Geldpolitik zu normalisieren und die Leitzinsen anzuheben, dürfte künftig immer mehr Bürger bei der Zinszahlung und Tilgung ihrer Schulden in Bedrängnis bringen.



DWN
Deutschland
Deutschland DWN aktuell: Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Zeitalter der entfesselten Spekulation in der Altersvorsorge hat begonnen

Weil die privaten Altersvorsorge-Systeme keine Rendite mehr erwirtschaften können, erwägt die EU eine komplette Öffnung – auch und...

DWN
Finanzen
Finanzen Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden

SPD-Politiker Sigmar Gabriel soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Das Geldinstitut hat ihn für einen Sitz im Kontrollgremium...

DWN
Politik
Politik SPD schließt Sarrazin aus - weil sie keine besseren Argumente hat

Die SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei. Mit den Thesen des umstrittenen Autors setzt sich die Parteiführung nicht auseinander -...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Geringes Wirtschaftswachstum treibt Arbeitslosenzahlen weltweit in die Höhe

Die Konjunktur kühlt sich global immer mehr ab und wirkt sich in vielen Bereichen negativ aus. Die Weltarbeitsorganisation (ILO) rechnet...

DWN
Politik
Politik Nach Berliner Libyen-Konferenz: Wird die deutsche Außenpolitik ein Opfer ihres eigenen Erfolges?

Die von Deutschland initiierte Libyen-Konferenz war ein Erfolg. Doch hat sich die Bundesregierung damit selbst unter Zugzwang gesetzt. Denn...

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler dementiert Pressebericht: Keine Kürzung des Absatzziels für Elektro-SUV

Die Ereignisse beim deutschen Autobauer Daimler überschlagen sich derzeit: Erst verkündete der Vorstand eine weitere Gewinnwarnung, dann...

DWN
Politik
Politik Entscheidung gefallen: SPD schließt Sarrazin aus der Partei aus

Die SPD hat den ehemaligen Bundesbanker Thilo Sarrazin aus der Partei ausgeschlossen.

DWN
Technologie
Technologie 5G: Großbritannien spielt immer noch mit dem Gedanken, Huawei ins Land zu holen

Huawei könnte nun doch einen Zugang zum britischen 5G-Netz erhalten. Zumindest planen dies einige Regierungsbeamte in London. Die USA sind...

DWN
Finanzen
Finanzen Trotz Iran-Konflikt: Saudi-Arabien begibt milliardenschwere Anleihen

Trotz der regionalen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, hat Saudi-Arabien Anleihen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar...

DWN
Deutschland
Deutschland Umweltschützer fordern Erhöhung von Diesel-Preis um 53 Cent, Behörde um 70 Cent

Nach Vorstellungen des Umweltverbands BUND soll sich der Literpreis für Diesel bis 2030 um 53 Cent verteuern. Das Umweltbundesamt fordert...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutscher Ökonom appelliert an Europas Machthaber: Niedrigzinsen stoppen, Haushalts-Disziplin einhalten

Der deutsche Ökonom und Denkfabrik-Chef Daniel Gros richtet einen dringenden Appell an Europas Entscheider: Stoppt endlich die...

DWN
Politik
Politik Russland und Syrien führen gemeinsames Manöver im Mittelmeer durch

Im östlichen Mittelmeer haben Russland und Syrien ein Seemanöver durchgeführt.

celtra_fin_Interscroller