Griechenland verschiebt Anleihe-Emission

Griechenland hat seine Rückkehr an die Kapitalmärkte verschoben.

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Der Kursrutsch an den Börsen verzögert Griechenlands Testlauf vor einer Rückkehr an den Kapitalmarkt. Die geplante Staatsanleihe mit siebenjähriger Laufzeit soll nun später begeben werden als bislang vorgesehen, wie die Thomson-Reuters-Tochter IFR aus Bankenkreisen erfuhr.

An den Märkten war damit gerechnet worden, dass die Konditionen für die Emission am Dienstag festgelegt werden. Doch wegen der Börsenturbulenzen wollte die Regierung in Athen lieber Vorsicht walten lassen. Nach einem Crash an der Wall Street zu Wochenbeginn ließen auch die Aktienmärkte in Asien und Europa kräftig Federn.

„Wir hatten den Eindruck, es wäre klug, auf stabile Verhältnisse zu warten“, sagte ein Vertreter der Konsortialbanken. „Griechenland macht solche Deals nicht sehr oft und will sichergehen, dass es klappt. Sie sind überhaupt nicht in Eile.“ Die Emission gilt als Testballon, bevor das seit 2010 auf internationale Kredite angewiesene Land im Sommer das Kreditprogramm von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds verlässt und sich wieder eigenständig verschulden will.