Italien: Bank-Aktien und Anleihen geraten unter Druck

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
28.05.2018 13:31
Nach der Benennung eines ehemaligen IWF-Managers zum Führer einer Technokraten-Regierung geraten italienische Aktien und Anleihen unter Druck.
Italien: Bank-Aktien und Anleihen geraten unter Druck

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Verunsicherung der Anleger über die politische Zukunft Italiens brockt den Finanzwerten des Landes den größten Kursrutsch seit mehr als einem Jahr ein. Der italienische Bankenindex fiel am Montag nach anfänglichen Gewinnen um 4,8 Prozent. In dem Sog der fallenden Bank-Aktien gab der Leitindex der Mailänder Börse 2,2 Prozent nach. Italienische Staatsanleihen, die meist von den Banken des Landes gehalten werden, flogen ebenfalls in hohem Bogen aus den Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 2,697 Prozent.

Nach der gescheiterten Regierungsbildung durch die EU-kritischen Parteien Fünf Sterne und Lega beauftragte Staatspräsident Sergio Mattarella den Wirtschaftsexperten Carlo Cottarelli mit der Bildung einer Technokraten-Regierung. „Eine solche dürfte aber nur übergangsweise die Amtsgeschäfte Italiens übernehmen, da die populistischen Kräfte einer Experten-Exekutive die Zustimmung untersagen würde“, warnte DZ-Bank-Analyst Daniel Lenz. In dem Fall könnte Mattarella gezwungen sein, Neuwahlen auszurufen.

Die möglichen Neuwahlen im Herbst würden die Aussichten für Italien aber nicht verbessern, fügte Lenz hinzu. „Ohne eine Lösung der politischen Krise in Italien wird auch Europa nicht in ruhigeres Fahrwasser einmünden können – die Gefahr einer Rückkehr der Euro-Staaten-Finanzkrise eingeschlossen.“

***

Bitte unterstützen Sie die Unabhängigkeit der DWNhier abonnieren!


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Geopolitik: Im Iran kommt die Kurden-Karte ins Spiel

In den Kurden-Gebieten des Irans könnte es bald brodeln. Mehrere Anzeichen sprechen für diese These.

DWN
Technologie
Technologie US-Verkehrsbehörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

Aufgrund mehrerer Unfälle, die offenbar durch ein Autopilot-System ausgelöst wurden, hat die US-Verkehrsbehörde eine Untersuchung gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz positiver PR-News: Irritationen um den deutschen Schiffbau

Die deutschen Schiffbauer konzentrieren sich schon lange auf den Bau von Nischenprodukten wie Fähren und Luxusschiffe. Denn die Konkurrenz...

DWN
Politik
Politik Geheimdienst-Gipfel in Moskau: Kommt jetzt das Bündnis zwischen Erdogan und Assad?

In Moskau fand ein türkisch-syrischer Geheimdienst-Gipfel statt. Offenbar bahnt sich eine enge Kooperation zwischen der Türkei und Syrien...

DWN
Finanzen
Finanzen Viele Banken werden wegen Blockchain sterben

Wie einst Amazon den Einzelhandel verändert hat, so werde die Blockchain-Technologie vermutlich das Bankensystem verändern, sagt Stephen...

DWN
Politik
Politik Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer

Frankreichs Präsident Macron hat die Entsendung eines Flugzeugträgers in das östliche Mittelmeer verkündet. Aus einer Übersicht geht...

DWN
Politik
Politik Lebensarbeitszeit: Massive Unterschiede in Europa

Die massiven Unterschiede bei den erwarteten Lebensarbeitszeiten in der EU und angrenzenden Ländern lassen sich vor allem auf die...

DWN
Deutschland
Deutschland Die deutsche Polizei setzt auf Autos von Volkswagen

Bei der deutschen Polizei kommen vor allem Autos der Marke Volkswagen zum Einsatz. Passat und VW-Bus sind besonders beliebt.

DWN
Politik
Politik Pentagon veröffentlicht neues Strategiepapier zur Eindämmung Russlands auf Europas Energiemarkt

Aus einem Strategiepapier der Pentagon-Denkfabrik Rand geht hervor, wie Russlands Rolle auf dem europäischen Energiemarkt zurückgedrängt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kindergeld: Über 370 Millionen Euro fließen ins Ausland

Im Jahr 2018 sind über 370 Millionen Euro an Kindergeld ins EU-Ausland geflossen. Die Kommunen beklagen zahlreiche Betrugsfälle.

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche misstrauen der Geldpolitik, bunkern Bargeld und Gold

Tresorhersteller und Anbieter von Schließfächern verzeichnen eine extreme Nachfrage. Denn in dem Bemühen, ihr Vermögen vor den Folgen...

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Großbritannien: Deutschlands EU-Beitrag steigt um 14 Milliarden Euro

Nach dem Brexit wird Deutschlands EU-Beitrag um jährlich 14 Milliarden Euro auf etwa 39 Milliarden Euro steigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Weltgrößter Hedgefonds erwartet neue Rekorde beim Goldpreis

Vor dem aktuellen Hintergrund könnte der Goldpreis bis Ende des Jahres um 30 Prozent steigen, sagt Greg Jensen, Chief Investment Officer...

DWN
Finanzen
Finanzen USA setzen Schweiz auf Watchlist wegen Manipulation des Franken

Die USA haben die Schweiz auf eine Beobachtungsliste von Staaten gesetzt, die sie der Währungsmanipulation beschuldigen, und fordern von...

celtra_fin_Interscroller