Technologie

Japan entwickelt aerodynamischen Hochgeschwindigkeits-Zug mit Spoilern

Lesezeit: 1 min
19.07.2018 17:22
Japan baut einen aerodynamischen Zug mit Spoilern.
Japan entwickelt aerodynamischen Hochgeschwindigkeits-Zug mit Spoilern

Mehr zum Thema:  
China > Asien >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
China  
Asien  

Japanische und chinesische Ingenieure haben in gemeinsamer Arbeit einen aerodynamischen Zug mit Spoilern entwickelt. Das meldet die „Asia Times“. Die Spoiler sollen den Zug – der bis zu 500 Kilometer in der Stunde zurücklegen kann – auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil halten. Darüber hinaus verbessern sie seine Gleitzahl (das Verhältnis von Auftrieb und Luftwiderstand) um circa 30 bis 40 Prozent.

Die Außenhaut des Zuges besteht aus einer Magnesium-Legierung und generiert durch Luftreibung Elektrizität, die dazu genutzt wird, die Motoren des Zuges anzutreiben. Für den Antrieb wird darüber hinaus Solar-Energie genutzt. Insgesamt soll der Zug nur ein Drittel der Energie verbrauchen, den herkömmliche Hochgeschwindigkeits-Züge benötigen.

Das Konzept des aerodynamischen Zugs stammt von dem chinesischen Professor Lai Chenguang. Der Wissenschaftler, der an der Technischen Hochschule Chongqing Luft- und Raumfahrttechnik mit dem Schwerpunkt Aerodynamik lehrt, entwickelte es bereits vor 14 Jahren. Es werde in Japan umgesetzt, weil die technischen Bedingungen für aerodynamische Projekte dort besser seien als in China, sagt er. Das Konzept, über die Außenhaut des Zugs Elektrizität zu generieren, stammt von einem japanischen Wissenschaftler.

Der erste aerodynamische Zug soll die beiden Flughäfen von Tokio, Haneda und Narita, verbinden, wobei er die 62 Kilometer lange Distanz in zehn Minuten zurücklegen soll. Die Eröffnung der Strecke ist für 2025 geplant. Eine zweite Verbindung soll zwischen Tokio und dem 500 Kilometer entfernten Osaka – der zweitgrößten Stadt Japans – gebaut werden. Für diese Strecke soll der Zug nur etwas mehr als eine Stunde benötigen. Baubeginn und -ende stehen noch nicht fest.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
China > Asien >

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland BGH schließt Gesetzeslücke für klagende Wohnungseigentümer

Zahlreiche Wohnungsbesitzer in Rechtsstreitigkeiten können aufatmen. Trotz einer Gesetzesreform können sie erstmal im Alleingang Prozesse...

DWN
Deutschland
Deutschland Einmalige Vermögensabgabe durch Super-Reiche könnte dem Bund 310 Milliarden Euro bescheren

Durch eine einmalige Vermögensabgabe durch Multimillionäre in Deutschland könnte der Bund 310 Milliarden Euro einnehmen, um die...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Politik
Politik Der Kalte Krieg hat niemals aufgehört: Die USA setzen ihre Interventionspolitik unbeirrt fort

Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion erließen die USA vor über 20 Jahren die Doktrin der "Überlegenheit auf allen Ebenen". Sie gilt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nanotechnologie: US-Unternehmen Techniplas soll Kerngeschäft von Nanogate übernehmen

Nachdem die Saarbrücker Nanotechnologiefirma Nanogate Insolvenz angemeldet hat, will das Unternehmen nun wesentliche Teile seines...

DWN
Politik
Politik Grünen-Chef Habeck fordert von Linkspartei Bekenntnis zur Nato

Der Grünen-Co-Chef Robert Habeck fordert von der Linkspartei ein bedingungsloses Bekenntnis zum Militärbündnis Nato.

DWN
Politik
Politik China entsendet 5.000 Soldaten in den Iran

China wird 5.000 Soldaten in den Iran entsenden, um seine dortigen Investitionen zu schützen. Die Truppen-Verlegung muss vor dem...