Trump lädt Putin zu Staatsbesuch in die USA ein

Lesezeit: 1 min
20.07.2018 09:47
US-Präsident Trump hat den russischen Präsidenten Putin zu einem Staatsbesuch in die USA eingeladen.
Trump lädt Putin zu Staatsbesuch in die USA ein

US-Präsident Donald Trump will den russischen Staatschef Wladimir Putin schon bald wieder treffen. Trump habe den nationalen Sicherheitsberater John Bolton gebeten, Putin im Herbst nach Washington einzuladen, teilte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders am Donnerstag über Twitter mit. Trump twitterte zuvor, er freue sich auf ein zweites Treffen mit Putin.

Russland ist nach eigenen Angaben bereit, über ein zweites Gipfeltreffen von Präsident Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Donald Trump zu sprechen. Dies sagte der russische US-Botschafter Anatoli Antonow am Freitag laut Nachrichtenagentur Interfax.

Für die in den großen amerikanischen Medien verbreitete Empörung über seine Aussagen beim Gipfel in Helsinki und den Tagen danach machte Trump verzerrende Medienberichte verantwortlich und sprach von einer Lügenpresse. Die oppositionellen Demokraten kritisierten die geplante Einladung und forderten zunächst Klarheit über den Inhalt der Gespräche vom vergangenen Gipfeltreffen.

Trump und Putin beschuldigten Kräfte in den Vereinigten Staaten, eine Annäherung beider Staaten untergraben zu wollen. „Der Gipfel mit Russland war ein großer Erfolg, außer mit dem wahren Feind des Volkes, den Fake News Media“, erklärte Trump auf Twitter. „Ich freue mich auf unser zweites Treffen, damit wir beginnen können, einige der vielen diskutierten Dinge umzusetzen“, schrieb er und nannte als Beispiele etwa den Kampf gegen den Terror, Cybersicherheit, die Konflikte in Nahost, der Ukraine und mit Nordkorea sowie Handelsfragen.

Putin sagte am Donnerstag in Moskau, es gebe in den USA Kräfte, die bereit seien, die amerikanisch-russischen Beziehungen zugunsten eigener innenpolitischer Ambitionen zu opfern. „Dennoch wurde begonnen, den Weg zu positiven Veränderungen einzuschlagen.“

US-Präsidialamtskreisen zufolge hat Bolton die Einladung am Donnerstag bereits übermittelt. Es wäre der erste Besuch eines russischen Präsidenten in Washington seit acht Jahren und Putins erste offizielle USA-Reise seit 2007.

Bei dem Gipfeltreffen hatte sich Trump geweigert, Putin für eine angebliche Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl 2016 verantwortlich zu machen, von der die US-Geheimdienste ausgehen. Dafür war er in den USA auch in seiner eigenen Partei scharf angegriffen worden. Später zog Trump seine Äußerungen zurück und sagte, er habe sich versprochen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Termine
Wichtige Termine Unser Geschenk für Sie im Advent: Heute 34% sparen!

Seien Sie schnell & erhalten Sie 34% Rabatt auf das Jahresabo der DWN.

DWN
Deutschland
Deutschland Anatomie einer Jahrhundertblase, Teil 4: Die GroKo - eine Regierung auf Abruf humpelt mit Deutschland ins große Endspiel

Das Wirtschaftsmodell funktioniert nicht mehr richtig, die gravierenden Auswirkungen der europäischen Geldpolitik werden von Tag zu Tag...

DWN
Politik
Politik Bayern und Tschechien: Europas Drogen-Hochburgen für Crystal Meth

Die synthetische Droge kristallines Metamphetamin wird in Arbeitsteilung in Osteuropa hergestellt. Nach Westen kommt der größte Teil der...

DWN
Politik
Politik Der späte Sieg des Sozialismus: Von der Leyens „Green Deal“ führt die EU zur zentral gelenkten Planwirtschaft

Der gute Wille, welcher dem wirtschafts- und energiepolitischen Entwurf des „Green Deal“ zu Grunde liegt, droht in einem totalitär...

DWN
Finanzen
Finanzen Federal Reserve pumpt zum Jahresende eine halbe Billion Dollar in den Geldmarkt

Um die erwarteten Liquiditätsengpässe zum Jahresende abzumildern, hat die Fed angekündigt, dem Repo-Markt auf der Schwelle zum neuen...

DWN
Technologie
Technologie Hunderte neue Kraftwerke im Bau: Die Welt setzt auf die Kohlekraft

Die Erzeugung von Energie aus Kohle erlebt weltweit einen Boom.

DWN
Deutschland
Deutschland Die Integration östlicher EU-Länder bleibt eine Erfolgsgeschichte

Westliche Kritiker mahnen ständig, dass Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei immer nur Subventionen aus Brüssel nehmen und den...

DWN
Politik
Politik Russland will die Arktis mit Raketenschirm kontrollieren

Russland plant, in der Arktis einen Raketenschirm zur Luftverteidigung zu errichten. Moskau treibt seine Ansprüche in der Region und...

DWN
Finanzen
Finanzen JPMorgan startet globales Blockchain-Zahlungsnetzwerk mit 80 japanischen Banken

Weltweit haben sich bereits mehr als 360 Banken dem Blockchain-Zahlungsnetzwerk von JPMorgan angeschlossen. Besonders stark ist das...

DWN
Technologie
Technologie China kontrolliert zwei Drittel des globalen Bitcoin-Netzwerks

Der Anteil von Chinas Minern an der Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen.

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung verstärkt weltweite Rekrutierung von Fachkräften

Die Bundesregierung hat die Welt als Reservoir potenzieller Fachkräfte identifiziert und will dieses mit viel Aufwand ausbeuten. Niemand...

DWN
Politik
Politik Pentagon-Dokumente: Obama und Bush täuschten Öffentlichkeit systematisch über Afghanistan-Krieg

Bislang unveröffentlichten Dokumenten zufolge sollen die US-Regierungen seit 2001 die Öffentlichkeit über die Lage in Afghanistan...

DWN
Finanzen
Finanzen Repo-Guru: Liquiditätskrise zum Jahresende wird Fed zu massiven Anleihekäufen zwingen

Jener Analyst, welcher einen Monat vor Ausbruch der Liquiditätskrise am US-Geldmarkt genau diese Krise korrekt vorhergesagt hatte, warnt...

DWN
Finanzen
Finanzen Renditen steigen: Investoren verlieren das Vertrauen in Zombie-Unternehmen

Auf dem US-Markt geraten riskantere Unternehmensanleihen zunehmend unter Druck. Die Zahl der besonders gefährdeten Anleihen, der...

DWN
Politik
Politik Anhörung eskaliert: „Das Soros-Orchester“ und die ernste Entfremdung zwischen EU-Kommission und Ungarn

Eine Anhörung zu Vorwürfen der EU-Kommission gegen die ungarische Regierung ist aus dem Ruder gelaufen. Die beiden Seiten scheinen sich...

celtra_fin_Interscroller