Hohe Zinsen werden zum Problem für US-Kreditkartenbesitzer

Die Zinszahlungen für die ausstehenden Kreditkartenschulden in den USA sind deutlich gestiegen.

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Der Dollar (Foto: dpa)

Der Dollar (Foto: dpa)

US-Amerikaner haben im vergangenen Jahr 104 Milliarden Dollar an Zinsen auf die ausstehenden Kreditkartenschulden gezahlt. Dies berichtet MagnifyMoney unter Berücksichtigung auf Daten der Federal Deposit Insurance Corporation. Die Zinszahlungen sind damit um 11 Prozent gegenüber 2016 und um über 35 Prozent in den vergangenen fünf Jahren gestiegen, berichtet Market Watch.

Die beiden bislang im laufenden Jahr getätigten Zinserhöhungen werden Schätzungen zufolge diesen Betrag um weitere 2,2 Milliarden Dollar erhöhen. Sollte die US-Zentralbank Federal Reserve wie angekündigt die Leitzinsen im laufenden Jahr insgesamt vier Mal anheben, dürften Ende 2018 mindestens 110 Milliarden Dollar an Zinsen gezahlt worden sein.

Der Gesamtumfang der ausstehenden Kreditkartenschulden in den USA lag Ende 2017 bei 1,02 Billionen Dollar und im April 2018 bei etwa 1,03 Billionen Dollar.

Sollte die Fed mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik weiter voranschreiten, dürften die Zinsen auf Kreditkartenschulden weiter steigen und erste Haushalte in Bedrängnis bringen. Viele von diesen sind hoch verschuldet und verfügen nur über geringe Ersparnisse.

Mehreren Studien zufolge besitzen große Teile des amerikanischen Volkes praktisch keine Ersparnisse. Eine aktuelle Umfrage von MagnifyMoney kommt zum Schluss, dass etwa 30 Prozent der Haushalte über weniger als 1.000 Dollar verfügen.