US-Armee kann Menschen auch ohne GPS aufspüren

Die US-Armee hat einen komplexen Algorithmus entwickelt, der versprengte Soldaten aufspürt.

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Ein Algorithmus. (Foto: dpa)

Ein Algorithmus. (Foto: dpa)

Die Forschungseinrichtung der US-Armee, das „United States Army Research Laboratory“ (ARL) hat einen Algorithmus entwickelt, der sowohl versprengte menschliche Soldaten als auch im Einsatz verloren gegangene Roboter aufspürt. Der Algorithmus verwendet dafür ausgeklügelte statistische Analyseverfahren und nimmt hochkomplexe Berechnungen vor. Dadurch ist er in der Lage, den Aufenthaltsort eines Soldaten beziehungsweise eines Roboters zu lokalisieren, selbst wenn die von ihnen abgesandten Signale äußerst verzerrt und nur teilweise empfangbar sind.

Der Entwicklung des Algorithmus sei notwendig gewesen, weil herkömmliches GPS, wie es im zivilen Bereich benutzt wird, im Kampfeinsatz häufig nicht ausreichend sei, sagen die beiden ARL-Forscher Gunjan Verma und Fikadu Dagefu. Häufig hielten sich die Soldaten in einem Terrain auf, dessen Beschaffenheit GPS-Strahlen behindere. Außerdem könnte die für GPS notwendige Infrastruktur, beispielsweise Satelliten, durch den Feind zerstört worden sein.

Die Forschungseinrichtung der US-Armee mit Sitz in Adelphi (US-Bundesstaat Maryland) wurde 1820 gegründet – damals beschäftigte sich sie sich unter anderem mit der Entwicklung wasserfester Papier-Patronen. Heute betreibt die Organisation Forschung im Hochtechnologie-Bereich, verfügt über ein Budget von mehr als 1,8 Milliarden Dollar und beschäftigt mehr als 3.000 Angestellte. Die Arbeiten mehrerer diesjähriger Nobelpreis-Gewinner wurde von der ARL finanziert.

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