Politik

Großbritannien entsendet Kriegsschiff ins Schwarze Meer

Lesezeit: 2 min
21.11.2018 23:48
Großbritannien wird ein Kriegsschiff ins Schwarze Meer entsenden. London wirft Moskau die Behinderung der freien Schifffahrt in den Gewässern vor.
Großbritannien entsendet Kriegsschiff ins Schwarze Meer

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Großbritannien wird seine militärische Unterstützung für die Ukraine nach einem Bericht des Telegraph verstärken. Am 21. November 2018 traf sich der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson mit seinem ukrainischen Amtskollegen Stepan Poltorak in Kiew. Williamson kündigte bei dem Treffen an, dass Großbritannien das Kriegsschiff HMS Echo 2019 ins Schwarze Meer entsenden werde, um zu zeigen, dass Großbritannien die Freiheit der Schifffahrt in der Region unterstützt. Das meldet die Pressestelle der britischen Regierung in einer Mitteilung. Er bestätigte auch, dass im Januar und Februar Soldaten der Royal Navy, Royal Marines und der des britischen Heeres entsendet werden sollen, um die Ausbildungsmission von ukrainischen Soldaten zu unterstützen. Seit Anfang 2015 haben britische Militärs über 9.500 der ukrainischen Soldaten ausgebildet.

Williamson wörtlich: „Solange die Ukraine mit russischen Feindseligkeiten konfrontiert ist, wird sie einen festen Partner im Vereinigten Königreich finden. Indem wir weiter zusammenarbeiten, sei es durch Schulungsprogramme oder durch militärische Übungen, helfen wir der Ukraine, sich für unsere gemeinsamen Werte einzusetzen. Diese Werte der Freiheit und der Demokratie können nicht verhandelt werden. Ich habe an vorderster Front die Auswirkungen des Konflikts im Osten miterlebt, und dies hat meine Unterstützung für die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine vollständig verstärkt.“

Poltorak sagte: „Das Vereinigte Königreich ist ein geschätzter Partner, der die Streitkräfte der Ukraine in den vergangenen vier Jahren angesichts der russischen Aggression unterstützt hat. Im Kampf um die Verteidigung unseres Territoriums ist das Angebot erweiterter Unterstützung durch die britischen Streitkräfte von entscheidender Bedeutung und wird dankend angenommen.“

Konfliktherd Asowsches Meer

Naval Today führt aus: „Williamson gab nicht an, ob die HMS Echo 2019 im Asowschen Meer operieren wird, aber die Ankündigung folgt der Forderung Großbritanniens an Russland, den Zugang von Schiffen ins Asowsche Meer ungehindert zu gewährleisten. Das Asowsche Meer wird von der Ukraine und Russland im Rahmen eines Vertrags von 2003 geteilt. Der Vertrag erlaubt den zivilen und militärischen Transport beider Länder. Das Asowsche Meer hat sich als neuer Streitpunkt herausgestellt, da Medienberichte des aktuellen Jahres darauf hinweisen, dass die Schiffe der russischen Marine und der Küstenwache verstärkt Kontrollen von Schiffen durchgeführt haben, die in die ukrainischen Häfen im Asowschen Meer gelangen.“

Der Chef der ukrainischen Grenztruppe, Petro Tsyhykal, hatte am 14. September 2018 verkündet, dass 270 ukrainische Spezialtruppen an das Asowsche Meer verlegt wurden. „Wir verstärken unsere Spezialeinheiten der Marine. Es handelt sich um 270 Soldaten, die in den Einheiten am Asowschen und Schwarzen Meer dienen werden. Wir müssen verstehen, dass der Aggressor nicht schläft. Er verstärkt seine Anstrengungen, und wir müssen im Fall höherer Gewalt eine würdige Antwort geben“, zitiert die Pressestelle des staatlichen ukrainischen Grenzschutzdiensts Tsyhykal.

Anfang September 2018 hatte der US-Sondergesandte Kurt Volker dem britischen Blatt Guardian gesagt, dass die USA die Marine und Luftwaffe der Ukraine mit Waffen beliefern werden. Volker sagte der Zeitung, dass die prowestliche, antirussische Stimmung in der Ukraine wächst und die Trump-Regierung „absolut“ bereit sei, den ukrainischen Streitkräften mehr Waffen zur Verfügung zu stellen. Im April hatte die Ukraine lediglich Panzerabwehrraketen von den USA erhalten. „Sie verlieren jede Woche Soldaten, die ihr eigenes Land verteidigen. In diesem Kontext ist es für die Ukraine natürlich, dass sie ihr Militär aufbaut, um sich selbst zu verteidigen (...) Und es ist nur natürlich, dass andere Länder ihnen helfen (...) Ich denke, dass es eine Diskussion über die Fähigkeiten der Marine geben wird, weil, wie Sie wissen, ihre Marine im Grunde genommen von Russland eingezogen wurde. Sie müssen also ihre Marine neu aufbauen, und sie haben nur eine sehr begrenzte Luftkapazität. Ich denke, wir müssen uns die Luftabwehr anschauen.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Der „IMF Coin“ wird das weltweite Fiatgeld-System zerschlagen

Das Ende des Fiat-Geldsystems steht bevor. Digitale Zentralbankwährungen bedrohen angeblich den US-Dollar. Doch wahrscheinlicher ist, dass...

DWN
Deutschland
Deutschland Seit Beginn der Pandemie setzt die Bundesregierung auf Panikmache und „Schockwirkung“

Die Corona-Strategie der Bundesregierung sollte zu Beginn der Pandemie eine „Schockwirkung“ innerhalb der Bevölkerung erzielen. Doch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Expansion in der Corona-Krise: BlackRock profitiert massiv von Öffnung des chinesischen Finanzsektors

China öffnet ausgerechnet in der Corona-Krise seinen Finanzsektor für ausländische Investoren. Der größte Profiteur der Öffnung ist...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Protokoll deutet mögliche Straffung der Geldpolitik an

Das Protokoll der letzten Zinssitzung der EZB deutet darauf hin, dass die umfangreichen PEPP-Anleihenkäufe im kommenden Monat...

DWN
Politik
Politik Peter Altmaier: Als junger Mann war ich „rappeldürr“

Peter Altmaier hatte vor wenigen Jahren tiefe Einblicke in sein bewegtes Leben gegeben. Essen in all seinen Genussfacetten spielt der...

DWN
Politik
Politik Impfung für Kinder? Sturm der Entrüstung gegen Spahn und Wieler, Portal sammelt innerhalb weniger Stunden hunderttausende Unterschriften

Gegen die Pläne von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler, auch Kinder zu impfen, mobilisiert sich massiver Widerstand.

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband warnt vor Exportbeschränkungen bei Holz

Exportbeschränkungen für Holz sind aus Sicht des Mittelstandsverbands BVMW der falsche Weg. Denn die Konsequenzen wären fatal.