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Ifo-Index bricht ein

Deutsche Wirtschaft erwartet deutlichen Abschwung

Der Ifo-Index ist den vierten Monat in Folge gesunken.

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Die deutsche Wirtschaft geht ohne Schwung ins neue Jahr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im Dezember auf 101,0 Punkte von zuvor 102,0 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Ökonomen hatten lediglich mit einem Absinken auf 101,8 gerechnet. „In diesem Jahr fällt die Bescherung für die deutsche Wirtschaft mager aus“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage diesmal schlechter, ebenso die Aussichten für die kommenden sechs Monate.

Das Ifo-Institut hat bereits seine Konjunkturprognosen für Deutschland kräftig gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zu Ende gehenden Jahr um 1,5 Prozent und 2019 sogar nur noch um 1,1 Prozent zulegen. Bislang waren sie von jeweils 1,9 Prozent ausgegangen. Die Probleme der Auto-Industrie mit dem neuen Abgasmessstandard dämpfen derzeit die Wirtschaft, ebenso Unsicherheiten wie der Brexit, der Haushaltsstreit in Italien und die US-Handelspolitik.

Die Anzeichen für einen Abschwung in der Weltwirtschaft mehren sich inzwischen. Dazu gehört auch die anhaltende Schwäche der Ölpreise. Spekulationen von Anlegern auf ein weltweites Überangebot an Rohöl hatten die Preise für den Rohstoff am Dienstag belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich zeitweise um 2,5 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 58,10 Dollar. US-Leichtöl WTI gab um bis zu 2,7 Prozent auf 48,52 Dollar nach.

Bei Anlegern steige die Sorge, dass die vom Opec-Kartell geplanten Produktionskürzungen nicht die gewünschte Wirkung erzielten, sagte Analyst Benjamin Lu Jiaxuan vom Brokerhaus Phillip Futures. Hinzu käme die Furcht vor einem weltweiten Wirtschaftsabschwung. Anfang Oktober hatte ein Barrel Brent-Öl noch deutlich mehr als 80 Dollar gekostet.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und weitere Nicht-Mitglieder wie Russland haben sich auf eine Produktionsdrosselung um zusammen 1,2 Millionen Barrel pro Tag ab 2019 verständigt. Die Fördermengen waren zuletzt deutlich gestiegen, wozu auch der Fracking-Boom in den USA beitrug. Mit dieser Technik lässt sich Öl aus Gesteinsschichten pressen.