Anleger investieren wieder kräftig in den Dax

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
03.04.2019 17:30
Chinas Wirtschaft scheint es wieder ein wenig besser zu gehen, der Handelsstreit zwischen dem Reich der Mitte und den USA könnte bald beigelegt sein, und sogar in punkto Brexit gibt es verhaltenen Anlass zum Optimismus: Ein paar Hoffnungsschimmer genügen, damit die Anleger wieder kräftig in den Dax investieren.
Anleger investieren wieder kräftig in den Dax

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die chinesische Wirtschaft erholt sich wieder, beim Handelsabkommen zwischen dem Reich der Mitte und den USA sind Fortschritte zu verzeichnen: Prompt steigen Anleger wieder verstärkt in die europäischen Aktienmärkte ein. Sowohl der Dax und EuroStoxx50 stiegen um jeweils etwa ein Prozent und markierten mit 11.922 beziehungsweise 3.430 Punkten neue Sechs-Monats-Hochs.

„Ein mögliches Handelsabkommen zwischen den USA und China soll zu 90 Prozent stehen, während die restlichen zehn Prozent nur noch logistische Fragen der Umsetzung und Kontrolle seien", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Ist dem tatsächlich so und würde der Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten beigelegt, wäre das wohl entscheidende Risiko der vergangenen Monate aus dem Markt." Der Financial Times zufolge haben sich die USA und China in den meisten strittigen Fragen geeinigt.

„Für zusätzlichen Rückenwind sorgen auch besser als erwartete Wirtschaftszahlen aus China", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager der dortigen Dienstleistungsbranche erreiche mit 54,4 Punkten ein 14-Monats-Hoch.

Der Konjunkturoptimismus spiegelte sich auch am Rohstoffmarkt wider: Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 69,88 Dollar je Barrel (159 Liter) und der Preis für das Industriemetall Kupfer stieg um 1,2 Prozent auf 6502 Dollar je Tonne.

AUSWEG AUS DER BREXIT-SACKGASSE?

Gefragt war auch das Pfund Sterling, dessen Kurs 0,4 Prozent auf 1,3179 Dollar zulegte. „Theresa May vollzieht eine 180-Grad-Wende und sucht um kurz vor zwölf nun doch den Schulterschluss mit der Opposition", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Damit werde ein sanfter Brexit, bei dem Großbritannien in der EU-Zollunion bleibt, wahrscheinlicher.

Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen warnte dagegen vor überzogenen Erwartungen. Schließlich sei auch die oppositionelle Labour Party in der Brexit-Frage gespalten. „Ein Großteil fordert ein zweites Referendum, um den Brexit noch gänzlich zu verhindern." Außerdem sei die Zustimmung der EU zu einer erneuten Verschiebung des Austritts Großbritanniens über den 12. April hinaus fraglich.

Am Londoner Aktienmarkt waren die Optimisten allerdings in der Überzahl. Sie stiegen vor allem bei Eigenheimbauern wie Persimmon oder Taylor Wimpey oder Banken wie Barclays oder Lloyds. Deren Papiere verteuerten sich um bis zu 2,9 Prozent.

FUSIONS-FANTASIE UM PROSIEBENSAT.1

In Deutschland hievten Übernahmespekulationen ProSiebenSat.1 an die Spitze des MDax. Auslöser der Rally waren Überlegungen des Medienkonzerns „Mediaset“ zu einer grenzüberschreitenden Fusion. ProSieben gelte angesichts des geschrumpften Börsenwertes seit längerem als Übernahmekandidat, sagte ein Börsianer. Die Titel des deutschen Konzerns stiegen am Mittwoch zwar um bis zu 4,4 Prozent. Die Marktkapitalisierung ist mit rund drei Milliarden Euro aber weniger als halb so hoch wie noch vor einem Jahr.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Endkampf zwischen Nationalisten und Globalisten geht in entscheidende Runde

Weltweit stehen sich nicht Staaten, sondern die Lager der Nationalisten und Globalisten gegenüber. Trump und Putin befinden sich im Lager...

DWN
Technologie
Technologie König Auto ist tot – es lebe König Auto!

Das „System Auto”, das die Bundesrepublik seit ihrer Gründung entscheidend mitbestimmt hat, geht seinem Ende entgegen. Doch das heißt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China überschwemmt die Welt mit gefälschten Medikamenten

Die Welt wird mit gefälschten Pharmazeutika aus Asien überschwemmt.

DWN
Politik
Politik Die EU legt sich auf dem Balkan mit Russland und den USA an

Der Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmakedonien und Albanien ist als ein geopolitischer Schritt einzustufen, der die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wegen Export-Abhängigkeit: Deutschland wird von Corona-Krise mehr gebeutelt werden als andere Volkswirtschaften

Kaum ein entwickeltes Land wird durch Corona so gebeutelt werden wie Deutschland.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Illegale chinesische Textilarbeiter brachten das Corona-Virus nach Italien: Doch Europa hat keine Kraft, sich gegen Peking aufzulehnen

Corona hat seinen Ursprung in China. Dazu kommt, dass illegale chinesische Textilarbeiter einen großen Anteil daran haben, dass sich das...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger britischer Premier Brown plädiert für temporäre Weltregierung

Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown plädiert für die Gründung einer globalen Exekutive, der neben internationalen...

DWN
Politik
Politik Wenige Hunderttausend bestimmen über das Schicksal von Milliarden: „Nie haben weniger Menschen mehr Umwälzungen bewirkt!“

Der Informations- und Finanzdienst Solvecon liefert in seinem aktuellen Forex-Report einen interessanten Kommentar zur gegenwärtigen...

DWN
Deutschland
Deutschland Möbelhäuser: Steht die Branche durch den Online-Handel vor einem radikalen Umbruch?

Der deutsche Möbelhandel stemmt sich gegen die schwache Konjunktur. Ein Mittel, um die Umsätze voranzubringen, ist der Ausbau des...

DWN
Deutschland
Deutschland Kunden-Betrug wird für deutsche Unternehmen immer mehr zur Belastung

Kundenbetrug ist zwar kein neues Problem, doch wird es immer mehr zu einer Belastung für die Firmen. Das geht aus einer aktuellen Studie...

DWN
Politik
Politik Kommt jetzt der Ausverkauf? Italien plant Verpfändung sämtlichen Staatseigentums gegen Kredite

Italien plant, Staatsimmobilien als Garantien zu hinterlegen, um an Milliarden-Kredite zu gelangen. Dazu zählen unter anderem das Gebäude...

DWN
Politik
Politik USA wollen ihre Atomwaffen in Europa modernisieren

Die USA wollen ihr Atomwaffen-Arsenal in Europa modernisieren. Derzeit befinden sich dort etwa 150 US-Atomwaffen. Die Orte der...

DWN
Politik
Politik Salvini dreht durch: „Die EU ist eine Höhle von Schlangen und Schakalen“

Der Chef der Lega Nord, Matteo Salvini, hat die EU als eine “Höhle von Schlangen und Schakalen” bezeichnet. Er ist wütend, dass...

DWN
Politik
Politik Amerikas Reiche verschanzen sich in Ferienhäusern und auf Yachten

In den USA verlassen immer mehr reiche Personen das Land oder verschanzen sich. Auch viele Bürger versuchen, aus den Städten aufs Land zu...

celtra_fin_Interscroller