Politik

Nato nervös: Russische Flotte wollte in Spanien auftanken

Lesezeit: 1 min
26.10.2016 14:58
Die russische Flotte will auf dem Weg ins Mittelmeer in Spanien auftanken. Die Nato ist empört - und die Russen sagen den Stopp in Spanien ab.
Nato nervös: Russische Flotte wollte in Spanien auftanken
Die Admiral Kuznetzow. (Foto: 333 SKVADRONEN, FORSVARET)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die mögliche Betankung russischer Kriegsschiffe in der spanischen Exklave Ceuta sorgt bei Nato-Partnern für Empörung. Es wäre äußerst besorgniserregend, wenn ein Nato-Mitglied einen russischen Verband unterstützen würde, «der am Ende möglicherweise syrische Zivilisten bombardiert», sagte Großbritanniens Verteidigungsminister Michael Fallon bei einem Treffen mit seinen Nato-Kollegen am Mittwoch in Brüssel laut dpa.

Großbritannien seinerseits unterstützt die Saudis bei ihrem völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Jemen, bei dem nach UN-Angaben tausende Zivilisten getötet worden sind.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, die Nato sei besorgt, dass die Flotte helfen könnte, die Luftschläge gegen Aleppo auszuweiten. Er sagte jedoch, dass die Entscheidung, die russische Flotte zu betanken, in Spanien getroffen werden müsse.

Wie Stoltenberg betonte aber auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, es handele sich um eine Entscheidung Spaniens. Sie wies gleichzeitig darauf hin, dass die Verlegung des russischen Flugzeugträgers innerhalb internationaler Gewässer an sich unproblematisch sei. Russland sei allerdings aufgefordert, durch den Einsatz nicht «das Leid und die Verzweiflung der Menschen in Aleppo zu vergrößern».

Wenig später zog Russland seine Anfrage nach Angaben des spanischen Außenministeriums zurück. "Die russische Botschaft in Madrid hat uns soeben informiert, dass sie die Anfrage für Aufenthalte dieser Schiffe in Ceuta zurückzieht und diese Aufenthalte damit gestrichen sind", erklärte das Ministerium.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trumps Energie-Politik wird revidiert: Biden bittet die Saudis um „bezahlbares Öl“

In den USA findet eine Umkehr von bislang herrschenden Dogmen in der Energiepolitik statt.

DWN
Politik
Politik USA kündigen bedingungslosen Abzug aus Afghanistan an

Die USA kündigen an, ihre Truppen bis September aus Afghanistan abzuziehen. Deutschland und die anderen Alliierten müssen mitziehen. Die...

DWN
Politik
Politik Aerosol-Forscher schreiben Brandbrief an Merkel: Ausgangssperren sind absurd und gefährlich

Die von der Bundesregierung per Sondergesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv, sagen Aerosol-Forscher.

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...

DWN
Politik
Politik Türkische Militärstrategen loben deutsches „Kriegertum“ und Bundeswehr

In einer Sendung über die Nato und den Ukraine-Konflikt sagten türkische Militärstrategen, dass Deutschland, Russland, die Türkei und...

DWN
Politik
Politik Volksgesundheit geht vor: Dänemark verzichtet komplett auf AstraZeneca-Impfstoff

Deutschlands nördlichster Nachbar Dänemark verabschiedet sich als erstes EU-Land komplett vom Einsatz des Corona-Impfstoffes...

DWN
Deutschland
Deutschland Kapazitätsgrenze erreicht: Essener Klinik-Chef warnt vor "Triage vor den Mauern der Krankenhäuser"

Der Chef der Essener Uniklink spricht von einer "Selektion von Zuweisungen."

DWN
Politik
Politik Brückenkopf nach Europa: USA und Russland wollen China in der Ukraine schlagen

Wenn es in der Ukraine zu einer Eskalation kommen sollte, würde dies einen weiteren Schlag gegen die Neue Seidenstraße Chinas nach sich...